C 64
Drucker

Frühjahrsputz

Schlechtes Schriftbild und quietschende Motoren — reinigen Sie mal ihren Drucker. Das ist gar nicht schwer und verlängert die Lebensdauer des Gerätes gewaltig.

Wenn der Drucker mal nicht so richtig druckt, muß man nicht gleich mit dem schlimmsten rechnen. Meist ist nur mal wieder eine gründliche Reinigung des Druckers notwendig. Wir zeigen Ihnen, welche Teile Sie wie zu Hause reinigen können. Zwei Warnungen vorweg: Weitergehende Demontagen des Druckers können meist in einem Fiasko enden, überlassen Sie diese also bitte dem Fachhändler. Und wer seinen Drucker nicht übermäßig nutzt, braucht die folgenden Handgriffe nur alle sechs Monate ausführen. Ein Drucker verschmutzt nicht so schnell, als das man ihn jede Woche putzen müßte.

Die einzelnen Handgriffe zeigen wir Ihnen an einem Epson-Drucker, da man hier besonders gut erkennen kann, worauf zu achten ist. Bei anderen Druckertypen ergeben sich leichte Variationen, die grundsätzlichen Handgriffe bleiben aber die gleichen.

Erster Schritt

Begonnen wird mit dem Reinigen des Gehäuses. Vorher sollten Sie aber noch den Netzstecker des Druckers aus der Steckdose ziehen. Gereinigt werden sollte mit einem trockenen, fuselfreien Tuch. Für hartnäckige Flecken kann man das Tuch auch leicht anfeuchten. Die Innereien des Druckers dürfen allerdings nicht nass werden. Abgesehen von der Gefahr eines Kurzschlusses ist Feuchtigkeit ein »Killer« für die komplizierte Mechanik. Vermeiden Sie beim Reinigen ebenso, daß Staub ins Innere des Druckers gewischt wird.

Erster Schritt:
Als erstes wird das Druckergehäuse von außen gereinigt.

Zweiter Schritt

Als nächstes wird die Walze abgewischt. Hier sollten Sie nur ein fuselfreies, trockenes Tuch verwenden. Wischen Sie sanft von links nach rechts über die Walze und drehen Sie dabei langsam am Drehknauf.

Zweiter Schritt:
Die Papierwalze muß ebenfalls gründlich gesäubert werden.

Dritter Schritt

Nun können Sie das Innere des Gehäuses vom Staub befreien. Mit einem Pinsel, einem Luftpinsel oder einer Druckluft-Dose können Sie sämtlichen Staub entfernen. Passen Sie dabei auf die Mechanik auf, damit Sie nicht aus Versehen kleine Federn oder Drähte zerstören und so eine Reparatur notwendig machen. Vergessen Sie auch nicht die Metallschienen, auf denen der Druckkopf hin- und herfährt.

Dritter Schritt:
Nun kann man den Staub aus den Innereien des Druckers entfernen

Vierter und Fünfter Schritt

Die Laufschienen werden nun geölt, damit der Druckkopf reibungsarm bewegt werden kann. Diese Schienen dürfen nur mit einer sehr dünnen Ölschicht versehen werden! Also kein Öl direkt auftropfen! Nehmen Sie einen alten, ausgetrockneten Kugelschreiber und bilden an der Spitze der Mine einen kleinen Tropfen Öl, den Sie dann vorsichtig auf die Schienen auftragen. Pro Schiene reicht ein Tropfen völlig, da sich dieser auf der Schiene verteilt und dort einen dünnen Film bildet. Bitte niemals mehr als einen Tropfen Öl verwenden, denn zuviel ist in diesem Fall nur schädlich. Bestens bewährt hat sich »Ballistrol«, ein Waffen- und Feinmaschinen-Öl, das in jedem Waffengeschäft erhältlich ist.

Vierter Schritt:
Zum Schmieren der Laufschienen benötigt man nur einen Tropfen Öl...
Fünfter Schritt:
... der mit einem alten Kugelschreiber vorsichtig aufgetropft wird.

Sechster Schritt

Die letzte und wichtigste Tätigkeit ist die Reinigung der Nadeln am Druckkopf. Bei fast allen Druckern kann der Druckkopf problemlos entfernt werden. Wie das gemacht wird, ist ausführlich in der Anleitung zum Drucker beschrieben. Sollte dort kein Hinweis vorhanden sein, experimentieren Sie bitte nicht herum, sondern wenden sich an einen Fachhändler. Das kostet zwar ein paar Mark, verhindert aber kleinere Katastrophen bei der Reinigung.

Sechster Schritt:
Der Druckkopf muß zur Reinigung vorsichtig ausgebaut werden.

Siebter Schritt

Von den Drucknadeln sollen nun die Farbreste entfernt werden. Als Lösemittel für die Druckerfarbe hat sich Tipp-Ex-Verdünner als geeignet erwiesen. Vorsicht! Dieser Verdünner ist gesundheitsgefährdend und sollte weder in Berührung mit der Haut kommen, noch eingeatmet werden! Arbeiten Sie äußerst umsichtig und bei geöffnetem Fenster. Tropfen Sie ein wenig Verdünner auf die Drucknadeln auf. Sollte dieser sehr stark verschmutzt sein, können Sie Ihn mit einer alten Zahnbürste grob reinigen.

Siebter Schritt:
Reste der Druckfarbe lösen sich am besten mit Tipp-Ex-Verdünner

Achter Schritt

Die in den Nadel-Zwischenräumen eingetrocknete Farbe kann man mit einem kleinen Trick entfernen. Nehmen Sie den Druckkopf fest in die Hand, legen ein Blatt Papier unter und lösen den Selbsttest des Druckers aus. Der Schmutz wird von den sich bewegenden Nadeln weggeschleudert. Wiederholen Sie das ganze mehrere Male, um den Druckkopf völlig sauber zu bekommen. Achten Sie aber darauf, daß sie nicht ihren Arbeitsplatz oder die Wohnzimmereinrichtung mit Druckerfarbe »verschönern«.

Achter Schritt:
Der Selbsttest des Druckers schleudert den Dreck aus dem Druckkopf.

Nach dem Zusammenbau ist Ihr Drucker wieder sauber. Sie werden erstaunt sein, wie sich sein Schriftbild durch diese unkomplizierten Handgriffe verbessert hat.

(bs)
PDF Diesen Artikel als PDF herunterladen
Mastodon Diesen Artikel auf Mastodon teilen
← Vorheriger ArtikelNächster Artikel →