Aktuelles

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Die Second-Hand-Software kommt

Wie schon in der letzten Ausgabe berichtet, kann man beim deutschen Distributor von Viza Software preisgünstig gebrauchte Programme erhalten. Der Preis für die Vizastar-XL-4Version beträgt 120 Mark und für die XL-8-Version 198 Mark. Ein Vizawrite-64-Modul ist für 160 Mark und die Vizawrite-64-Diskette für 98Mark erhältlich. Die Programme stammen aus Inzahlungnahmen (es werden auch Programme anderer Hersteller angenommen) beim Neukauf von Viza-Produkten. Dieser Service wurde _ jetzt durch einen »Papierkorb für Softwareschrott« ergänzt. Zur Aufnahme in den »Papierkorb« eignen sich alle Programme, die nicht den Ansprüchen des Anwenders entsprechen und sich auch zum günstigen Second-Hand-Preis nicht verkaufen lassen. Was dann mit diesen Programmen geschehen soll, steht allerdings noch nicht fest.

(aw)

Info: DTM, Bornhofenweg 5, 6200 Wiesbaden, Tel. 06121/407989

Speichererweiterung für den C 16

Für 79 Mark wird der Einbau einer 64-KByte-Speichererweiterung mit vielen Extras für den C 16 und auch C 116 angeboten. Die Erweiterung besitzt einen Umschalter, der zwischen 16 und 64 KByte umschalten soll. Dies kann bei manchen Programmen aus Kompatibilitäts-Gründen notwendig sein. Ein weiterer Schalter soll als Pausenschalter dienen, mit dem man jedes Programm unterbrechen kann. In den 79 Mark sind laut Hersteller sämtliche Kosten, also auch Arbeitslohn, Bauteile und sogar eine Funktionsgarantie enthalten. Gut geübte Bastler können auch einen Bausatz mit ausführlicher Einbauanleitung erwerben, der dann 49 Mark kosten soll.

(bs)

Info: Wolf-Dieter Herrn, Bischofsgasse 9, 6940 Weinheim

C 64 präsentiert Autoradios

Eine computergesteuerte Umschaltanlage erlaubt die uneingeschränkte Vorführung von Autoradios. Grundlegendes Prinzip ist das beliebige Mischen der einzelnen Systemkomponenten über eine Zentraltastatur. Ein C 64 übernimmt die Umschaltung der Geräte und verhindert Fehlschaltungen. Insgesamt lassen sich bis zu 200 Geräte handhaben.

(og)

Info: Hifi-Studio Toni Thissen, Dreiborner Straße 53A, 5372 Schleiden-Gemünd

Joysticks in Farbe

Rot, Blau, Lila, Rosa, Gelb und Weiß sind die neuen Modefarben, zumindest bei den neuen Joysticks von Merlin Data Elektronik. Sie schillern in sechs Farben und sind mit Saugfüßen und Mikro-Schaltern ausgerüstet. Auf die Mikro-Schalter gibt es ein halbes Jahr Garantie. Der Preis wird etwa 30 Mark betragen, voraussichtlicher Liefertermin ist Anfang September.

(og)

Info: Merlin Data Elektronik, Kay-Römerfeld 14, 8261 Tittmoning

Die Langspieldiskette ist da

Erinnern Sie sich noch an »Shades« und die Auflösung des Musikwettbewerbs in Ausgabe 6/86? Dort versprachen wir, aus den besten Einsendungen zum Musikwettbewerb eine Langspieldiskette herauszugeben. Ende September ist es nun soweit! Die Langspieldiskette mit den 29 besten Musikstücken plus einer Stereo-Kassette in Hi-Fi-Qualität und einer Anleitung wird für 39,90 Mark unter der Artikelnummer MS 630 bei uns erhältlich sein.

(tr)

Info: Markt & Technik Verlag AG, Hans-Pinsel-Straße 2, 8013 Haar

Quickshot II plus mit Mikro-Schaltern

Den Quickshot II (siehe Bild) gibt es jetzt neben dem »Quickshot II Turbo«, den wir in der letzten Ausgabe vorstellten, in einer weiteren Version mit Mikro-Schaltern namens »Quickshot II plus«. Das Design ist gegenüber dem echten »Quickshot« identisch geblieben, lediglich im Inneren des Joysticks ersetzen die stabileren Mikro-Schalter die Plättchen-Kontakte. Der Preis der Plus-Version beträgt etwa 38 Mark.

(og)

Info: IMPS-Microcomputer-Vertrieb, Pauli-Straße 27-29, 5020 Frechen 4

Joystick mit rotem Griff und schwarzem Sockel auf gelbem Grund
Der bekannte Quickshot II mit verändertem Innenleben

Preis-Sensation für Grafik-Software

Mit einem Preis, der kaum zu unterbieten ist, stellt die englische Firma CRL das Zeichenprogramm »Vidcom 64« vor. Diese Software erscheint unter dem Label »Alpha-Omega«, das bisher nur Billigspielen vorbehalten war. So kostet Vidcom auf Kassette in England weniger als 5 Pfund, was auf einen deutschen Preis von unter 20 Mark hinauslaufen dürfte. Wir haben es kurz getestet:

Vidcom arbeitet wahlweise im HiRes-Modus mit einer Auflösung von 320x200 Pixel oder im Multicolor-Modus mit einer Auflösung von 160x200 Pixel. Im HiRes-Modus dürfen nur zwei verschiedene Farben pro 8x8-Pixel-Kästchen verwendet werden, im Multicolor-Modus dagegen vier. Dem Benutzer stehen zwei verschiedene Bildschirme zur Verfügung, zwischen denen Bilddaten ausgetauscht werden können. Vidcom läßt sich auch als Zeichensatz- und Sprite-Editor verwenden. Es gibt insgesamt 23 verschiedene Zeichenfunktionen die sich über vier Menüs aufrufen lassen. Vidcom kann sowohl mit Joystick oder Trackball bedient werden.

Für den extrem niedrigen Preis erhält man ein Zeichenprogramm mit vielen tollen Funktionen. Vidcom ist damit eine echte Alternative zu anderen, teureren Malprogrammen. Trotz des niedrigen Preises wurde an der Qualität nicht gespart.

(bs)

Info: Rushware, An der Gümpgesbrücke 24, 4044 Kaarst 2

C-64-Bildschirmfoto eines Zeichenprogramms mit blau-gelber Grafik und Farb- und Funktionsleisten am unteren Rand
Noch nie gab es so viel Zeichenprogramm für so wenig Geld: Vidcom 64 von Rushware.

Kopierprogramme für Dolphin-Dos

Mit dem Floppy-Speeder Dolphin-Dos werden neuerdings zwei spezielle Kopierprogramme ausgeliefert. »Multi-Dup« kopiert sehr schnell einzelne Files. Diese werden etwa 25 bis 30mal schneller gelesen und 10 bis 15 mal schneller geschrieben als beider normalen 1541. »Dolphin-Copy« kopiert ganze Disketten innerhalb von etwa 25 Sekunden, Diskettenwechsel nicht mitgerechnet. Dolphin-Copy kann auch. 35spurige Disketten nachträglich auf 40 Spuren erweitern oder 35spurige Disketten auf 40spurige umkopieren.

Nicht im Lieferumfang von Dolphin-Dos enthalten ist Tape Backup«, ein Programm zum Anlegen von Sicherheitskopien wichtiger Disketten auf Kassette. Dieses Programm ist für zirka 30 Mark erhältlich.

Laut Herstellerangabe läuft Tape Backup« auch mit anderen Floppy-Speedern oder dem Original-System problemlos zusammen.

(bs)

Info: Dolphin Software, Jan Bubela, Engelsplatz 8, 6000 Frankfurt 63

Comal-User-Group-Bielefeld umgezogen

Die in der 64'er-Ausgabe 8/86 auf Seite 42 angegebene Kontaktadresse der Comal-User-Group-Bielefeld hat sich geändert:

Comal-User-Group Bielefeld
c/o K.D.Polloczek
August-Bebel-Str. 80
4800 Bielefeld

Bitte legen Sie einen adressierten Freiumschlag für das Antwortschreiben bei.

(nj)

64-KByte-RAM-Disk

Eine 64-KByte-RAM-Disk für den C 64 stellte Dela Elektronik vor. Die RAM-Disk wird einfach in den Expansion-Port gesteckt und steht nach der Initialisierung mit Laufwerksnummer 7 zur Verfügung. Zur Nutzung der RAM-Disk soll es neben LOAD und SAVE fünf neue Befehle geben. Auch ein Turbo-Tape soll integriert sein. Die RAM-Disk soll für 149 Mark erhältlich sein, das zum Betrieb notwendige Versorgungskabel kostet etwa 8 Mark.

(og)

Info: Dela Elektronik, Maastrichterstr. 23, 5000 Köln 1

Zwei Computer an einem Drucker

Mit dem Schnittstellenvervielfacher 2C/C/00 kann man nun endlich zwei Computer um die Gunst des Druckers streiten lassen. Sieger des Wettkampfes wird derjenige, der zuerst ein Zeichen an den Drucker sendet. Der andere Computer merkt, daß er den Wettstreit zunächst verloren hat, daran, daß er vom Interface blockiert wird. Sobald der erste Computer aber den Fehler macht, einige Sekunden keine Zeichen zu senden, wird der Bus wieder für beide Computer zugänglich und der zweite Computer erhält eine neue Chance. Der Anwender spart sich also mit diesem Interface den Kauf eines zweiten Druckers beziehungsweise das ständige Umstöpseln von Kabeln. Das Interface kostet 248 Mark und wird normalerweise vom angeschlossenen Drucker mit Strom versorgt, als Option ist aber auch ein separates Steckernetzteil lieferbar.

(aw)

Info: Wiesemann, Winchenbachstr. 3-5, 5600 Wuppertal 2

Schwarzweißfoto eines Schnittstellen-Umschalters mit zwei Centronics-Steckern und Flachbandkabeln
Ein Drucker an zwei Computern — Das Interface macht's möglich.

Floppy-Maskeraden

Neben der »normalen« 1541 Floppy-Station hat Commodore eine hardwaremäßige geänderte Version dieses beliebten Massenspeichers für den C 64C (und auch den alten C 64) auf den Markt gebracht. Sie nennt sich 1541C und wurde gegenüber der alten 1541 mit ein paar grundlegenden Änderungen »versorgt«. "

Die wichtigste Änderung ist dabei wohl die komplett neue Platine (Bild), die gut um die Hälfte kleiner als die des Vorgängers ist. Diese Anderung hat zwar Vorteile bezüglich der Belüftung der 1541, gestattet es jedoch nicht mehr, die bekannten Floppy-Speeder in das Diskettenlaufwerk einzubauen, die sich gegenwärtig auf dem Markt befinden. Betroffen sind davon vor allem Dolphin-DOS, Professional Dos, ProLogic-DOS und TurboTrans, da diese Speeder mit ihren Zusatzplatinen auf die Anordnung der Bauteile auf den alten Platinen angewiesen sind.

Geöffnetes Diskettenlaufwerk mit sichtbarer Platine und Laufwerksmechanik auf blauem Grund
Die 1541C mit der kleineren Platine

Als zusätzliches »Hindernis« wurde von Commodore der freie Port einer VIA 6522 belegt, der bisher für die Parallelübertragung bei den Speedern verwendet wurde. Hier beschreibt jetzt ein Bit den Zustand einer Lichtschranke, die dem DOS die Spur-Null-Position anzeigt und hiermit ein Anschlagen des Schreib-/Lesekopfes bei Lesefehlern verhindert. Kurz gesagt: Es läuft kein Parallel-Speeder mehr!

Wenn Sie also darauf Wert legen, eine »alte« 1541 zu bekommen, sollten Sie sich das Gerät beim Händler vorführen lassen. Wenn Sie kurz nach dem Einschalten eine Diskette einlegen, muß der Laufwerksmotor bei der 1541C für einige Sekunden anlaufen, um die Diskette zu zentrieren. Bei der alten Version unterbleibt dieser Vorgang.

Es darf natürlich nicht verschwiegen werden, daß die 1541C infolge der Änderungen schonender mit der Mechanik des Laufwerks umgeht. Kompatibilitätsprobleme mit vorhandener (nicht kopiergeschützter) Software konnten wir bisher nicht feststellen, so daß von dieser Seite wenige Probleme zu erwarten sind. Es ist aber nicht auszuschließen, daß der eine oder andere Kopierschutz nicht mit der 1541C läuft.

Auf Anfrage wurde uns von wichtigen Herstellern (Dichte Elektronik Service, Dolphin Software, Microtronic System und Roßmöller) mitgeteilt, daß deren Floppy-Speeder auch für die 1541C auf den Markt kommen werden. Teilweise existieren schon jetzt Versionen, die dafür sorgen, daß Sie mit dem neuen Produkt nicht auf dem »Trockenen« sitzenbleiben.

(ks)

Orgatechnik Köln '86 und Electronica '86

Die 6. Internationale Büromesse findet vom 16. bis 21. Oktober in Köln statt. Themenschwerpunkte sind Mikrocomputer, Software, Kommunikation, Daten- und Textverarbeitung, Kopierer und das technische Büro. Die 64'er Redaktion wird für Sie wieder am Stand von Markt & Technik für Fragen, Anregungen und Angebote bereitstehen. Dies wird auch auf der 12. Internationalen Fachmesse Electronica '86, die vom 11. bis 15. November in München stattfindet, der Fall sein.

(aa)

Spielhallen-Joystick

Vom Hersteller wird dieser bislang namenlose Joystick (siehe Bild) als extrem stabil und geradezu unverwüstlich beschrieben. Dies wird noch durch eine einjährige Garantie unterstrichen.

Joystick mit schwarzem Kugelgriff und großem rotem Feuerknopf auf hellem Grund
Ein Joystick wie aus einem Spielhallenautomaten

Der Joystick selbst ist anschlußfertigan den C 64 und besteht aus einem 8-Wege-Fahrhebel mit Mikro-Schaltern und einem Feuerknopf, die in ein großes, rechteckiges Kunststoffgehäuse eingebaut sind. An der Unterseite finden sich vier Gummifüße (keine Saugnäpfe), die ein Verrutschen verhindern sollen. Der Preis beträgt 98 Mark.

(og)

Info: Automaten-Service Alain Krawietz, Bauerbankstraße 27, 5000 Köln 51

64'er-DOS erweitert

Auch Gutes kann noch verbessert werden, so auch das bekannte 64'er-DOS. So enthält die neue Version 4.1 (EX-SMON-DOS) zusätzlich einen Maschinensprache-Monitor (verbesserter SMON), der im Direktmodus ansprechbar ist. Ebenfalls enthalten ist eine Bildschirm-Hardcopy. Zusätzliche Editor-Erweiterungen (AUTO, RENUMBER, DUMP..) runden das neue EX-SMON-DOS angenehm ab. Das Betriebssystem wird durch diese Version von 8 auf 16 KByte erweitert.

An die Besitzer von Druckern mit Centronics-Anschluß wendet sich die Version 4.2 (CENT-SMON-DOS). In dieser Version wurden die RS232-Routinen des EX-SMON-DOS gegen eine komfortable Centronics-Schnittstelle, die am User-Port herausgeführt ist, ausgetauscht.

Beide Versionen (4.1 und 4.2) benötigen jeweils ein EPROM des Typs 27128, um die zusätzlichen 8KByte Betriebssystem unterzubringen und arbeiten mit internem Bank-Switching.

Die Listings und Bauanleitungen zu den neuen B4'er-DOS-Versionen (EX-SMON-DOS und CENT-SMON-DOS) sind im Sonderheft 9 der Zeitschrift 64'er erschienen, das zur Zeit an jedem Kiosk erhältlich ist. Als Bezugsquelle für die neuen EPROMs fungiert die Firma Organisation Schneider, Riedstr. 34, 8152 Gladtbrugg, Schweiz. Der Preis beläuft sich auf 89 Franken ohne und 125 Franken mit Einbau.

(dm)

Klein, aber oho

Nach diesem Prinzip scheint sich Commodore zu richten, wenn man ein neues Floppy-Laufwerk in Betracht zieht, das in Kürze auf dem amerikanischen Markt erscheinen soll. Im Augenblick kursieren nur Gerüchte über dieses Laufwerk, deswegen sind die im folgenden gemachten Angaben ohne jede Gewähr:

Die neue Floppy mit dem Namen 1581 soll ein doppelseitiges 3%-Zoll-Diskettenlaufwerk mit über 730 KByte Speicherkapazität (formatiert) und einem seriellen Bus zum Anschluß an den C 64 und den C 128 sein. Das Aussehen soll einem Laufwerk für den Commodore-Amiga ähneln. Die Geschwindigkeit soll im Gegensatz zur 1541 und der 1571 um über die Hälfte höher liegen, wobei jedoch das DOS und die Kompatibilität der 1571 weitgehend erhalten geblieben sein soll. Ein Arbeiten auf dem C 128 wäre damit auch unter CP/M einwandfrei möglich, sofern Software auf 3%-Zoll-Disketten verfügbar ist. Als wichtigen Zusatz soll die 1581 8 KByte RAM enthalten, also viermal so viel, wie die anderen Laufwerke von Commodore für C 64 und C 128. Der Preis soll um die 250 Dollar betragen, was einem deutschen Preis von 600 bis 800 Mark entspräche. Damit wäre die 1581 ein empfehlenswertes Zweit-Laufwerk, das sich gerade für die Arbeit mit sehr großen Datenmengen eignen würde. Endgültige technische Daten sowie die Lieferbarkeit sind noch nicht geklärt

(ks)

Commodore wieder im Plus

Nach 18 Monaten erstmals wieder mit Gewinn.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 1985/86 (April bis Juni '86) fuhr Commodore International Ltd. einen Gewinn von 1,2 Millionen Dollar ein — nach einem Verlust von 124 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Dadurch wurde laut Chairman Irving Gould die Serie von sechs aufeinanderfolgenden Quartalen mit Verlust beendet. Der Umsatz stieg um 58 Prozent von 131,9 Millionen Dollar auf 208,6 Millionen Dollar. Dies sei der größte Umsatzzuwachs, so Thomas J. Rattigan, President und Chief Executive Officer, seit März 1984. Zu dieser Umsatzsteigerung trugen nach seiner Analyse alle Produktlinien bei, so der C64ebenso wie der Amiga oder die PC-Serie Besonders der Amiga hätte sein umsatzstärktes Quartal seit der Einführung im September 1985 gehabt. Nahezu 7000 Einheiten seien in sechs Wochen allein in Deutschland verkauft worden. Damit sei die Basis geschaffen, um von Software-Herstellern eine entsprechende Unterstützung zu erfahren.

Der Gesamtumsatz von Commodore International im Geschäftsjahr 1985/86 (Juli '85 bis Juni '86) belief sich auf 889,3 Millionen Dollar verglichen mit 883,1 Millionen Doller im Vorjahr. Trotz des erfolgreichen vierten Quartals erhöhte sich der Jahresverlust von 113,9 Millionen Dollar im Vorjahr auf 127,9 Millionen Dollar. Die Verluste seien nach Thomas Rattigan auf die Schließung zweier Werke, hohe Abschreibungen und eine deutliche Verringerung der Schuldenlast zurückzuführen. Drastische Kostenreduzierungsmaßnahmen, ein bereinigter Warenbestand, eine verbesserte Infrastruktur und neue Produkte sollen eine günstige Ausgangsposition für das neue Geschäftsjahr schaffen. Die im vergangenen Geschäftsjahr eingeführten Computer trugen bereits zwei Drittel zum Umsatz des vierten Quartals bei.

Die deutsche Tochtergesellschaft Commodore Büromaschinen GmbH konnte den Umsatz ebenfalls leicht steigern: von 958 Millionen Mark im Vorjahr auf 959 Millionen Mark in diesem Jahr (einschließlich Werk Braunschweig mit 541 Millionen Mark allerdings erstmals ohne die Umsätze in Österreich). Im vierten Quartal konnten die Umsätze auf 285 Millionen Mark im Vergleich zu 218 Millionen Mark im Quartal des Vorjahres gesteigert werden.

Dazu trug aus der Sicht der Frankfurter Gesellschaft sowohl die positive Entwicklung des Absatzes bei den Heimcomputern wie auch bei den Personal Computer bei. Bei den Heimcomputern konnten mehr als 500000 Einheiten (C 16/C 116, C 64 und C 128(D)) verkauft werden. Bei den PCs wurden über 55 000 Einheiten (PC 10/PC 20, CBM, Amiga) abgesetzt. Damit hält Commodore nach eigenen Angaben auf dem deutschen PC-Markt den zweiten Platz. Wesentlich beigetragen zum guten Geschäftsverlaufhabe der glänzende Start des C 128(D), der mit einem wachsenden Software-Angebot im semiprofessionellen und professionellen Bereich aufwartet. Rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes von Commodore International werden in Deutschland erzielt.

(aa)
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