64'er präsentiert

Der Kürbis schlägt zurück

Einer der Spiele-Bestseller des Jahres 1985 war die »Hexenküche«. Nun folgt die ebenso gute Fortsetzung: »Hexenküche II: Der Kürbis schlägt zurück«.

Hexe mit grünem Haar hält einen Halloween-Kürbis

Von null auf hundert; so kann man den Aufstieg des Software-Newcomers Palace Software bezeichnen. Mit nur einem einzigen Spiel katapultierte sich diese kleine Firma in die Spitzengruppe der britischen Softwareanbieter. Nach einem Jahr Ruhepause gibt es nun die Fortsetzung zu »Hexenküche« namens »Hexenküche II: Der Kürbis schlägt zurück«.

Erinnern wir uns: Im ersten Teil mußte der Spieler die Rolle einer Hexe übernehmen und einen Zaubertrank zusammenbrauen um sich ihrer Hauptgegner, der Kürbisse, zu erwehren. Die Zutaten und der Hexenkessel waren in einem unterirdischen Labyrinth versteckt, zu dem man erst mal die Zugänge finden mußte. Der Zaubertrank half ihr dann, sämtliche Kürbisse zu verbannen. Doch ein kleiner Kürbis blieb am Ende des Spiels übrig…

Im zweiten Teil wird der Spieß nun herumgedreht, denn der Spieler übernimmt die Rolle eben dieses hüpfenden Kürbisses mit dem Spitznamen »Bouncey«. Die Hexe konnte sich inzwischen ein Schloß bauen und schläft ruhig in ihrem Schlafzimmer. Der Kürbis will in der Zwischenzeit einen Gegentrank brauen, um seine Freunde wieder zu befreien. Eine Zutat zu dem Trank fehlt ihm noch: Die Haare der Hexe.

Spielszene aus Hexenküche II mit Kerzenleuchtern in einem gemauerten Raum

Bouncey muß durch über 120 Screens hüpfen und verschiedene Gegenstände suchen, mit denen er sich vor diversen Gefahren schützen und seine Aufgabe erfüllen kann. Dabei kann allerhand passieren: Neben den meist tödlichen Begegnungen mit diversen Monstern kann Bouncey auch mehrere Screens tief in den Burggraben stürzen, um dann von einem Wald aus wieder in die Burg zu gelangen. Verliert Bouncey eines seiner sechs Leben, kichern zwei Hexenköpfe am oberen Bildschirmrand ein richtig häßliches Hexenkichern.

Der Kürbis hat es in diesem Spiel nicht leicht. Die Hexe kann voller Vertrauen auf ihre monströse Wachmannschaft ruhig schlafen. Wer bis zu Ihr vordringen will, muß lange üben und das Schloß regelrecht kartografieren. Doch selbst wenn man der Hexe die Haare abgeschnitten hat, ist das Spiel noch nicht zu Ende, denn erst muß man noch bis zum Hexenkessel vordringen, um den Trank zu brauen und den Kürbis-Bann zu brechen.

Hexenküche II ist grafisch äußerst gut gelungen. Die unterschiedlichen Räume der Burg, die vielen Monster und Bouncey selber sind sehr detailreich gezeichnet und fantastisch animiert. Auch Soundeffekte und Titelmelodie verdienen ein Lob.

Mit Hexenküche II liegt ein mehr als würdiger Nachfolger für den ersten Teil vor, der auch diejenigen begeistern wird, die den ersten Teil nicht kennen.

(bs)
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