Rund um den Monitor
Auch Monitore sind keine Geräte, die komplett zu sein scheinen, wenn man sie kauft. Zumindest bietet die Industrie einiges an Zubehör an, das die Funktionsfähigkeit eines Monitors verbessern soll.
Das Zubehörangebot für Monitore läßt sich in zwei Gruppen teilen. Die erste Gruppe umfaßt das Angebot von Zusätzen, die nur einmal angeschafft werden müssen. Zur zweiten Gruppe gehört das Verbrauchsmaterial wie Reinigungs- und Antistatikmittel.
Das interessanteste der ersten Gruppe sind wohl die Monitorständer, von denen es zwei Funktionsarten gibt. Zur ersten Art gehören die Monitorständer, die unter den Monitor gestellt werden (Bild 1) und 10 bis 15 Grad nach vorne oder hinten kippbar und um 360 Grad drehbar sind. Zur zweiten Art gehören die Monitorschwenkarme, die für den professionellen Einsatz bestimmt sind. Der Monitor kann damit fast in jede beliebige Position gebracht werden. Außerdem ist er platzsparend untergebracht, da er nicht mehr auf dem Tisch steht, sondern darüber »schwebt«. Die Monitorschwenkarme werden an der Tischplatte befestigt.

Für den privaten Bereich sind aus Kostengründen eigentlich nur die kipp- und schwenkbaren Monitorständer sinnvoll. Denn diese kosten um 50 bis 80 Mark, während sich die Preise für die Schwenkarme um 600 bis 700 Mark bewegen. Zu bekommen sind die Monitorständer bei den Monitorherstellern selbst und in Kaufhäusern und Computershops.
Die richtige Unterlage
Der Vorteil eines um zwei Achsen beweglichen Monitorständers wird jedem einleuchten, der schon einmal mit einem Computersystem gearbeitet hat, bei dem der Monitor nicht auf die individuelle Augenhöhe eingestellt werden konnte. Denn nur bei senkrechter Aufsicht hat eine Bildröhre den maximalen Kontrast und somit die beste Lesbarkeit. Muß man schräg auf die Bildebene sehen, ermüden die Augen nach kurzer Zeit.
Reicht der Bildkontrast einer Bildröhre nicht aus, bringen eventuell Kontrastfilter, die vor der Röhre angebracht werden (Bild 2), eine entscheidende Verbesserung. Diese Bildschirmfilter sind vergütete Glasplatten oder Plastik- oder Gazefolien, die einfach vor der Bildröhre, meist mittels Klebestreifen, angebracht werden. Die Bildschirmfilter gibt es nicht nur zur Kontrasterhöhung, sondern auch zur Verhütung von Blendreflexen, damit die Bildröhre nicht wie ein Spiegel wirkt. Solche »Nicht-Spiegel-Filterscheiben« sind vor allem dann interessant, wenn die Bildröhre nicht entspiegelt ist.

Spezielle Scheiben sollen vor statischen Aufladungen schützen. Über die Wirksamkeit dieser Filterscheiben gibt es geteilte Meinungen.
Wenn Sie einen kontrastarmen und nicht blendfreien Monitor haben und meinen, eine Filterscheibe wäre das richtige für Sie, sollten Sie nicht der Werbung glauben, sondern erst die Wirksamkeit selbst überprüfen! Aber das werden Sie sowieso machen, wenn Sie den Preis erfahren, der für Filterscheiben verlangt wird: In der Regel liegt er zwischen 150 und 450 Mark. Zu erhalten sind die Kontrastfilterscheiben in Geschäften für Büromaterial und Einrichtungen und in Computerläden die nicht nur Heimcomputer, sondern auch PCs anbieten.
Aber selbst ein Monitorständer und die beste Kontrastscheibe nützt nichts, wenn die Scheibe oder die Bildröhre verstaubt oder sich Fingerabdruck neben Fingerabdruck reiht. Wer seinen Monitor bisher mit einem feuchten Lappen, vielleicht mit etwas Spiritus im »Waschwasser«, gereinigt hat, wird von der Zubehörindustrie eines besseren belehrt. Nur spezielle Reinigungstücher und Antistatikmittel sollen eine optimale und schonende Reinigung garantieren. Die Mittel kosten zwischen 5 und 70 Mark und sind von Fall zu Fall nur für den Geldbeutel gut. Denn eines haben alle Monitore gemeinsam: Sie lassen sich hervorragend auch mit dem zuerst genannten »Hausmittel« reinigen.
Mit der Verwendung von Glasreinigern, sollte man allerdings vorsichtig umgehen. Eine mittels spezieller Schichten entspiegelte Scheibe kann damit zu einer spiegelnden werden. Dann nämlich, wenn der Glasreiniger die Entspiegelungsschicht einfach weglöst. Solche empfindlichen Schichten haben aber die wenigsten Monitore (der 1701 oder 1901 haben keine solche Schicht). Häufiger findet man sie bei Kontrastscheiben.
Auch beim Monitorzubehör ist nicht alles Gold was glänzt. Schwenkfüße und Filterscheiben können sich durchaus lohnen, bei den Reinigungsmitteln sollte man aber zweimal überlegen, ob man sie wirklich braucht.
(hm)