Rund um Computer in Hannover
Erstmals wurde auf der Hannover-Messe nur die CeBIT (Centrum für Büro- und Informationstechnik) veranstaltet. Ein voller Erfolg, wie sich herausstellte. Ein wesentliches Thema: Was macht Commodore?
Commodore hat zur Hannover-Messe wieder einmal rechtzeitig kräftig am Preiskarussell gedreht. Wurde in unserem Testbericht zum Amiga in der Ausgabe 3/86 noch ein Preis von 5900 Mark zuzüglich MwSt, genannt, gab Commodore auf einer Pressekonferenz bekannt, daß der Amiga in der vorläufigen NTSC-Version jetzt zu 4908 Mark ohne MwSt. (5595 Mark mit MwSt.) zu haben sein wird. Sollte unser damaliger Titel »Viel Computer für viel Geld« etwa Eindruck gemacht haben?
Ebenfalls gesenkt wurden die Preise für die PC-Serie. Erstaunlich dabei, die Ausstattung wurde weiter verbessert. So kostet der PC 10-11, nun standardmäßig mit 512 KByte RAM, 2 Floppylaufwerken, 12-Zoll-Monochrom-Monitor, einer Farb- und Monochromkarte, RS232- und Centronics-Schnittstelle 3504 Mark ohne MwSt. Der PC 20-11 wird mit einer 20-MByte-Festplatte (statt bisher mit 10 MByte) und ebenfalls mit der neuen Farbgrafikkarte für 5259 Mark ohne MwSt, angeboten. Für Schulen und Universitäten gibt es ein besonders interessantes Angebot: Der PC 10-11 kostet 3196 Mark und der PC 20-114 796 Mark inkl. MwSt.
Ebenso wie die PC-Serie wurde auch der neue Commodore AT im Werk Braunschweig entwickelt und wird auch dort produziert. Damit hat sich Commodore Deutschland GmbH zum größten deutschen PC-Hersteller gemausert. Der Commodore AT wird ebenfalls zu einem konkurrenzlos niedrigen Preis-/Leistungverhältnis angeboten: Ausgestattet mit 640 KByte RAM, basierend auf dem 80286 Prozessor mit 6 MHz, einem 5%-Zoll-Laufwerk mit 1,2 MByte, einer 20-MByte-Festplatte, einer Farbgrafikkarte (640 x 200 Punkte in 16 Farben) und einem 14-Zoll-Monitor kostet der Commodore AT 9995 Mark inklusive MwSt. Damit ist Commodore wieder einmal der einzige namhafte PC-Hersteller, mit einem unwahrscheinlich günstigen Preis-/Leistungsverhältnis. Zwar gibt es billigere koreanische oder taiwanesische Anbieter, die lassen allerdings das von Commodore gebotene Leistungs- und Serviceangebot vermissen.
Die Commodore Büromaschinen GmbH hat einen Kooperationsvertrag mit der Markt & Technik Verlag AG geschlossen, nach dem diese sofort die Produktion und Vermarktung der Computerbücher über Commodore-Computer übernimmt. Darin eingeschlossen sind Einsteiger- und Profiliteratur für C 64, C 128, PC 10/PC 20 und zukünftig auch Amiga und Commodore AT. Die ersten Titel der erweiterten Reihe werden in den nächsten Wochen erscheinen.
(aa)Zubehör wird preiswerter
Einer der erfreulichsten Trends der Hannover-Messe: Zubehör für Computer wird preiswerter. Für Diskettenboxen, Druckerständer, Staubschutzhauben, Reinigungsdisketten und was es sonst noch an Zubehör gibt, muß man immer weniger auf den Ladentisch legen. Ausgelöst wurde dieser Preisrutsch durch mehrere Zubehör-Anbieter aus dem HiFi- und Video-Markt. Hier versucht man sich in neuen Märkten zu etablieren. Gerade die bei Diskettenboxen doch recht mutige Preisgestaltung (es gehört schon Mut dazu, bis zu 70 Mark für so eine Box zu verlangen) wird einer kundenfreundlicheren Platz machen. Konkret dürfte man schon bald in Kaufhäusern für knappe dreißig Mark eine abschließbare Diskettenbox für 80 Disketten erhalten. Bei »Kleinzeug« wird die Set-Lösung attraktiver. Ein Beispiel wäre ein Reinigungsset mit Reinigungsdiskette, -flüssigkeit und -tüchern für unter zwanzig Mark.
(bs)Neues Merlin-Druckerinterface
Von Merlin gibt es ein neues Commodore-Interface für viele Centronicskompatible Drucker. Laut Anleitung kann das Interface über DIP-Schalter eingestellt werden auf: Epson FX-80, RX-80, Panasonic KX P1090, P1091, P1092, Star SG-10/15, SD-10/15, SR-10/15., .Geosoft 10/15, SeikoshaSP 800, SP-1000A, C Itoh Riteman F+, II, 15, Shinwa Micro Graphik, Macrotron Speedy 100-80, Synelec M-Data 100, DMP 1000/1 P, Mirwald BX-100, Fujitsu DPMG 9, Oki Microline 92/93,182 und den Okimate 20. Natürlich arbeitet das Merlin-Interface auch mit Druckern zusammen, die zu den aufgeführten kompatibel sind. Das Merlin-Face kennt 15 Sekundäradressen. Die »0« und »7« simulieren die Commodore-Drucker MPS801/803. Mit 8 und 9 wird der C 64-Zeichensatz ohne Steuerzeichen, aber mit Umlauten für die entsprechenden C 64-Zeichen gedruckt. »15« ist der Befehlskanal des Interfaces. Die Sekundäradressen 2 und 3 sind für Typenraddrucker gedacht: Alle Zeichen des C 64, die in ASCII-Zeichen umgewandelt werden können, werden an den Drucker geschickt. Die Steuerzeichen mit den Codes 0-31 und 128-159 werden in Klartext verwandelt, wenn sie zwischen Anführungszeichen stehen. Alle anderen Sekundäradressen wirken als Linearkanal, entweder mit oder ohne einem Linefeed nach einem Carriage Return.
Falls ein Programm ein oder zwei Sekundäradressen benutzt, die nicht den gewünschten Modus beim Merlin-Interface einschalten, kann man diese über den Befehlskanal gegen andere vertauschen. So kann man dem Interface sagen, daß es beispielsweise für die Sekundäradresse 0 die Sekundäradresse 8 und für die 7 die 9 verwenden soll.
Mit dem »Merlin-Face C +« können Buchstaben auch doppelt hoch gedruckt werden. Auch wenn gleichzeitig Fett-, Revers-, Breit- oder Schmalschrift eingeschaltet ist.
Einen Test des Merlin-Interfaces werden wir in einer der nächsten 64’er-Ausgaben bringen.
(hm)Info: Merlin Data Elektronik, Kay-Römerfeld 14, 8261 Tittmoning, Tel. 0 86 83/9 33. Preis: 248 Mark inkl. Steckernetzteil.
Rund um die DFÜ
Einen Katalog mit einem Angebot vom Akustikkoppler bis hin zum Bürostuhl ist bei Comline erhältlich. Das Themengebiet umfaßt sehr viele Produkte rund um die Datenkommunikation.
(og)Info: Comline GmbH, Klingsorstr. 2, 8000 München 81
DFÜ-Shop
Schalter, Stecker und Schnittstellenadapter zeigt der Katalog von IMK. Der aktive DFÜ-Anwender findet hier die kleinen, aber wichtigen Hilfen, um sich das Leben bei der Datenübertragung zu erleichtern.
(og)Info: IMK GmbH, An der Eiche 7, 4048 Grevenbroich 2, Tel. 02181/7871
Die Multitels kommen
Auf der Hannover-Messe gab es die ersten kombinierten Telefon-/Btx-Geräte zu sehen, die sogenannten Multitels. Das sind multifunktionale Komforttelefone, die nicht nur telefonieren können.
Initiiert wurde die Entwicklung der Multitels mit einer Ausschreibung der Deutschen Bundespost für bis zu 100 000 solcher Geräte. Diese Anzahl von Geräten will die Post kaufen und für etwa 40 bis 60 Mark pro Monat an interessierte Btx-Teilnehmer verleihen. So hoffen jetzt einige Firmen den Zuschlag zu bekommen. Am bekanntesten sind wohl die Firmennamen Siemens, Nixdorf und Loewe/Hagenuk.
Zwei von den Multitels wollen wir Ihnen hier kurz vorstellen, das »Bitel« von Siemens (Bild 1) und das »Dialog 1000« der Deutschen-Fernsprecher-Gesellschaft (Bild 2).


Das Bitel ist ein recht kleines Gerät mit eingebautem Monitor, der allerdings nur ein schwarzweißes Bild liefert und deshalb nicht alle Fähigkeiten von Btx ausschöpfen kann. Wegen seiner kleinen Abmessungen paßt das Bitel auf jeden Schreibtisch. Wie alle Multitels, ist das Bitel auch ein Komforttelefon mit
Wahlwiederholung, Telefon- und Btx-Nummernverzeichnis. Das Bitel kann über eine oder über zwei Amtsleitungen angeschlossen werden. Bei zwei Amtsleitungen hat man den Vorteil, gleichzeitig »Btxen« und telefonieren zu können, während bei einer Amtsleitung immer nur telefoniert oder Btx angewählt werden kann. Kosten soll das Bitel etwa 2500 Mark. Ist einem dieser Preis zu hoch, kann man es für etwa 80 Mark pro Monat auch bei Siemens leihen.
Ein anderes Multitel ist das Dialog 1000 der DFG. Im Gegensatz zum Bitel arbeitet das Dialog 1000 in Farbe, vorausgesetzt man schließt einen Farbmonitor oder Fernseher mit SCART-Eingang an. Kosten soll das Dialog 1000 unter 2000 Mark. Allerdings sollte man hier noch die Kosten für den Monitor berücksichtigen, der unbedingt nötig ist.
An das Dialog 1000 kann ein Kassettenrecorder zur Speicherung von Btx-Seiten angeschlossen werden. Über die Centronics-Schnittstelle können sie auch wieder ausgedruckt werden.
(hm)Info: DFG, Frauenbergstr. 35, 3550 Marburg, Postfach 1240, Tel. 0 64 21/40 21 Siemens, Bereich Textendgeräte, Hofmannstr. 51, 8000 München 70
Druckertrends
Wer sich für Drucker interessiert, war auf der CeBIT genau richtig. Hier wurden für dieses Jahr und möglicherweise sogar für länger, die Weichen der Druckerwelt gestellt. So scheint es nun endgültig festzustehen, daß die Zukunft den Laserdruckern gehören soll. Überall gab es neue, immer kompaktere Laserdrucker zu sehen. Preislich liegen diese Traumdrucker allerdings immer noch so um die 10000 Mark. Doch zurück auf den Boden der Realität. Bei Epson hat man mit dem IX-800 den Schritt zur Tintenstrahltechnik gewagt. Ganz besonders auffallend beim IX-800 (zirka 2300 Mark) ist die sehr saubere Schrift, die Druckgeschwindigkeit und natürlich die nicht vorhandene Geräuschuntermalung. Trotzdem vernachlässigt Epson den Matrixdrucker-Markt nicht — mit dem EX-800 wurde der vorläufige Höhepunkt der 9-Nadeldrucker vorgestellt (zirka 2000 Mark). Der EX-800 druckt bis zu 300 Zeichen schnell, kann auf Farbe aufgerüstet werden und läßt sich durch elf Tasten komfortabel programmieren. Zwei weitere Trends gab es auf der CeBIT: Die Farbenflut und die Nadelinflation. Fast jeder Druckerhersteller hat mittlerweile einen Farbdrucker oder zumindest einen Drucker mit Farboption im Programm. Diese zusätzliche Fähigkeit spiegelt sich glücklicherweise nicht in den Preisen wieder — Drucker werden immer preiswerter. Bei der Anzahl der Nadeln haben sich die Hersteller anscheinend noch nicht für einen neuen Standard entscheiden können, denn entweder 18 oder 24 Nadeln pro Druckkopf werden angeboten. Gleich, wie »nadelstichig« ein Drucker auch sein mag — eines war klar zu erkennen: Der Matrixdrucker löst durch sein exzellentes Schriftbild immer mehr den Typenraddrucker ab, der trotz vieler Bemühungen zu langsam und zu laut ist. Welche neuen Typen im einzelnen vorgestellt wurden, berichten wir in der nächsten Ausgabe.
(aw)Betrifft: 64'er-DOS
Die überarbeitete Version V3 des 64'er-DOS ist auf der Programmservice-Diskette zu dieser Ausgabe enthalten. Die Druckeransteuerung und die OFF-Funktion sind nun optimiert. Auch die EPROM-Version des Hardware-Service wurde aktualisiert.
(tr)Neues Centronics-Inteface

Das neue PRINT-64-Interface ist durch eine Funktion erweitert worden, die das Drucken in NLQ auf fast allen nicht NLQ-fähigen Druckern gestattet. Weiterhin kann man nun alle PRINT-64-Funktionen den Sekundäradressen 0 bis 14 frei zuordnen. Dazu existiert auf der mitgelieferten Diskette neben der Anleitung und vielen Hilfsprogrammen ein interaktives Menü. Alle bisherigen Funktionen sind im vollen Umfang erhalten geblieben, wie HiRes, Koala-Grafik, ScreenDump und so weiter. Das Interface kostet 315 Mark.
(ah)Info: Rolf Rocke Computer, Auestr. 1, 5090 Leverkusen, Tel. (02171) 2624
Telefonmodem
Für 300-bit/s-Hacker gibt es bei Midas eine von der Post zugelassene Modulbox für das MDB 1200/2 und 1200/3-Einbaumodem. Zu dieser Modulbox ist auch ein Programm, der Midas-Daten-Express, erhältlich. Übertragungsgeschwindigkeiten von 300 bis 9600 bit/s sollen damit »gefahren« werden können.
Mit einem Selbstwählmodem und dem Daten-Express sollen Dateien jeder Art vollautomatisch aus anderen Computern abgerufen werden können. Man erstellt dazu eine Steuerdatei, die das Terminalprogramm abarbeitet. In einer solchen Steuerdatei steht die Telefonnummer, die zu einer bestimmten Zeit angerufen werden soll. Nachdem der Kontakt hergestellt ist, werden durch die Steuerdatei die erforderlichen Daten und Kommandos zum Einloggen und den Abruf der Daten an die Gegenstelle übermittelt.
Das Programm kostet 700 Mark netto. Programm und Modulbox zusammen kosten 1250 Mark netto.
Postzugelassen ist die Modembox für IBM-PC, Siemens PC-D, Sperry, Tandon, Victor, Nixdorf-PC.
(hm)Info: Midas Datensysteme, Eschenheimer Anlage 28, 6000 Frankfurt 1, ab 15.4.86: Flinckstr. 67, Frankfurt 60.
Hobbytronik
Vom 23 bis 27. April findet in Dortmund die 9. Ausstellung für Computer- und Hobbyelektronik statt.
Elektronik-Fans sollen dort die Gelegenheit haben, ihre gebrauchten Anlagen, Geräte, Bauteile, Werkzeuge, Programme oder Laboreinrichtungen anzubieten. Im Rahmen des »Elektronik- und Programmarktes« in Halle 4 können beispielsweise Antennen, Mikrocomputer, Drucker, Meßgeräte etc. an den Anfänger weitergegeben werden. Der Elektronik- und Programmarkt wird am 26. und 27. April durchgeführt und ist allen Hobbyinteressenten zugänglich. Wenn Sie sich an der Ausstellung beteiligen wollen, erfahren Sie alles weitere bei der
Westfalenhalle GmbH,
Ausstellungsleitung
4600 Dortmund 1,
Tel. 02 31/120 45 21.
StarTool: Dienstprogramme für den C 64

Sybex bietet für 64 Mark ein Maschinensprachepaket an. StarTool, wie sich dieses Maschinensprachepaket nennt, enthält neben einem Editor einen Assembler, einen Reassembler, einen Maschinensprachemonitor und eine Basic-Befehlserweiterung. Ein ausführliches Handbuch hilft, die Dienstprogramme schnell zu verstehen und sicher einzusetzen. Bei dem eingebauten Editor handelt es sich zwar nur um einen zeilenorientierten Editor, der aber schon bei der Eingabe eine Syntaxprüfung durchführt. Außerdem können Zeilen durch horizontales Scrolling bis zu 80 Zeichen enthalten. Mit StarTool lassen sich bis zu acht Programme gleichzeitig editieren.
Der Assembler enthält viele nützliche Funktionen. So lassen sich zum Beispiel Programme direkt in das Floppy-RAM assemblieren. Auch die Verarbeitung von Makros ist möglich.
Der Monitor enthält alle nötigen Funktionen zum Disassemblieren oder zum Anzeigen des Speicherinhalts. Zum Erweitern des Monitors befindet sich im Handbuch das komplette, dokumentierte Quellfile. Dieses läßt sich mit dem Editor ändern und mit dem Assembler assemblieren.
(ah)Info: Sybex-Verlag, Vogelsanger Weg 111, 4000 Düsseldorf 30, Tel. (0211) 62 64 41
Diskettenboxen

Etwas futuristisch sehen sie schon aus, die Diskettenboxen von Helit. Die Box für 5¼-Zoll-Disketten kann 60 Disketten aufnehmen, 30 finden in der Box für 3½-Zoll-Typen platz. Die Boxen gibt es auch für Karteikärtchen in den Formaten DIN A6 und DIN A7.
Neben Diskettenboxen bietet Helit noch Ablagekästen und Wagen für Druckerpapier oder EDV-Formulare an.
(hm)Helit, Presswerk Westfalen, Postfach 13 88/89, 5883 Kierspe 1, Tel. (0 23 59) 66 40
Edna – für professionelle Anwender

Für 248 Mark erhält man von Vizasoft einen sehr komfortablen Editor, der stark an das Textverarbeitungsprogramm Vizawrite erinnert, einen Assembler, der, bis auf die Behandlung von Makros, alle Standardbefehle enthält und einen Maschinensprache-Monitor. Alle drei Programme befinden sich in einem Modul für den Expansion-Port. Die Handhabung der Programme ist sehr einfach. Auf Knopfdruck kann zwischen den Programmen hin- und hergeschaltet werden. Im Lieferumfang befindet sich neben dem Modul auch eine Diskette mit einigen Hilfsprogrammen. Ein sehr ausführliches Handbuch ist ebenfalls dabei.
(ah)Info: DTM, Bornhofer Weg 5, 6200 Wiesbaden, Tel. (0 6121) 40 79 89
Erste Erweiterung für den C 128
Auch für den C 128 gibt es schon eine Erweiterung: Das Macro-Basic, »MB Highway« genannt, bietet über 200 neue Befehle.
Die Macro-Basic-Version für den C 128 wird in zwei Varianten angeboten: eine für kommerzielle Software-Entwickler und eine für Endverbraucher. Die Entwicklerversion kostet 500 Mark mehr als die für Endverbraucher, denn der Befehlssatz der Entwicklerversionen kann individuell zusammengestellt werden. Bei der Verbraucher-Version werden umfangreiche Tools geboten: Strukturierte Programmierung, Arithmetik-Funktionen, Befehle zur Stringbehandlung und Tabellenbearbeitung, Speicherbefehle (RAM-Files), ISAM/VSAM-Dateiverwaltung, bis zu echte 15 Windows, 80-Zeichengrafik in vier Formaten, Basic 7.0 kompatibel, 40/80-Zeichen-Bildschirmverwaltung, interruptgesteuerte Unterprogramme.
(og/hm)Info: System & Anwender Software Hermann-Josef Bernd, Langgasse 93, 5216 Niederkassel 5, Preis MB-Highway: 298 Mark + 20 Mark Handbuch
Tastaturschablone für C 128

Auf die aus Kunststoff gefertigte Tastaturschablone sind nützliche Informationenaufgedruckt. Neben einer Übersicht der Basic-7.0-Befehle findet man auch noch vollständige ASCII- und Bildschirmcode-Tabellen, CP/M-Funktionscodes, eine Erklärung der Fehlermeldungen sowie des C 128-Monitors. Ebenfalls von Nutzen dürften die Sprite- und Bildschirm-Entwicklungs-Formulare sein, die als kleine Rastergrafiken aufgedruckt sind. Eine POKE- und ESC-Code-Liste runden das Bild der 36,80 Mark teueren COMPU-Mask ab.
(dm)Info: Idee-Soft, Compumask PC 128,1. Dinkler, Am Schneiderhaus 7, D-5760 Arnsberg 1, Tel. (0 29 32) 3 29 47
Power im Expansion-Port

»The Power Cartridge« ist ein neues Modul für den C 64 mit einer Vielzahl von Funktionen. Für Programmierer sind besonders das Toolkit und der Maschinensprache-Monitor wichtig. Das Toolkit bietet alle bekannten Standard-Befehle, ebenso der Monitor. Da der Monitor keinerlei Speicher des C 64 beansprucht, kann man mit ihm das gesamte RAM, inklusive dem RAM unter dem ROM und den I/O-Bausteinen, untersuchen und verändern. In der »Power Cartridge« sind Beschleuniger für LOAD, SAVE und VERIFY vorhanden, die sowohl Diskette (zirka fünfmal) wie Datasette (zirka zehnmal) schneller machen.
Über ein Centronics-Interface am User-Port können nicht nur Listings, sondern auch Hardcopies gedruckt werden. Hardcopies sind sowohl von Block- wie HiRes-Grafik möglich. Farben werden, wenn gewünscht, in Graustufen übersetzt.
Eine ganz besondere Eigenschaft der »Power Cartridge« ist der »Power-Reset«. Bei Druck auf einen Knopf am Modul wird das gerade laufende Programm angehalten. Danach kann man den aktuellen Bildschirminhalt als Hardcopy ausgeben, einen Reset auslösen, den Monitor starten oder den Speicherinhalt auf Diskette und Kassette speichern. Später kann man dann genau an der Stelle weiterarbeiten, an welcher der »Power-Reset« ausgelöst wurde. Diese Funktion ähnelt der von »Freeze Frame« (Test in Ausgabe 3/86). Mit dem Unterschied, daß man zum Laden des gespeicherten Programms wieder die »Power Cartridge« braucht.
Die »Power Cartridge« soll in Deutschland etwa 150 Mark kosten.
(bs)Info: Lindy Elektronik, Postfach 14 28, 6800 Mannheim
Neues Zeitungsprogramm für C 64
Nach »Newsroom« gibt es jetzt auch ein deutsches Zeitungs-Druckprogramm, produziert von Scanntronic. »Printfox« soll für 99 Mark ein ganzes Bündel von Leistungen für »Zeitungsmacher« bieten.
Zeitungen bestehen normalerweise aus einer Mischung von Text und Bild. Für beides gibt es bei Printfox Editoren. Der Texteditor hat viele Gemeinsamkeiten mit »Vizawrite«. Der Editor für Grafikbilder ähnelt wiederum Hi-Eddi. Das verwundert auch nicht weiter, da Hi-Eddi-Autor Hans Haberl das Programm Printfox geschrieben hat. Text und Grafik werden vor dem Ausdruck am Bildschirm gemischt und können danach auf einer Vielzahl von Druckern zu Papier gebracht werden.
Weitere Möglichkeiten von Printfox sind: Fünf verschiedene Zeichensätze (weitere sollen folgen), Fettdruck, Sub- und Superscript, Proportionalschrift, Randausgleich und viele weitere Formatierungsanweisungen, NLQ-Druck auf Druckern mit vierfacher Grafikdichte und acht KByte Textspeicher.
Die Auflösung für eine DIN-A4-Seite beträgt 640x800 Punkte, kann aber im NLQ-Druck noch vergrößert werden.
Geradezu sensationell ist, daß all diese Funktionen in ein knapp 12 KByte großes Programm gepackt werden konnten. Die verschiedenen Zeichensätze können von Diskette geladen und in vier Größen dargestellt werden.
Einen ausführlichen Test von Printfox mit Druckbeispielen finden Sie in einer unserer nächsten Ausgaben.
(bs)Info: Scanntronic, Parkstraße 38, 8011 Zorneding, Tel. (08106) 22570, Preis: 98 Mark (Diskette)
Nochmal Telefonmodem
Für 300-bit/s-Hacker gibt es bei Midas eine von der Post zugelassene Modulbox für das MDB 1200/2 und 1200/3-Einbaumodem. Zu dieser Modulbox ist auch ein Programm, der Midas-Daten-Express, erhältlich. Übertragungsgeschwindigkeiten von 300 bis 9600 bit/s sollen damit »gefahren« werden können. Der Daten-Express soll auch mit anderen Modems und Akustikkopplern zusammenarbeiten können.
Mit einem Selbstwählmodem und dem Daten-Express sollen Dateien jeder Art vollautomatisch aus anderen Comptutern abgerufen werden können. Man erstellt dazu eine Steuerdatei, die das Terminalprogramm abarbeitet. In einer solchen Steuerdatei steht die Telefonnummer, die zu einer bestimmten Zeit angerufen werden soll. Nachdem der Kontakt herstellt ist, werden durch die Steuerdatei die erforderlichen Daten und Kommandos zum Einloggen und den Abruf der Daten an die Gegenstelle übermittelt. So können während der Nacht Daten automatisch transferiert werden; zum Nachttarif.
Die Datenübertragung von Daten-Express soll mit einer Quersummenprüfung und Blockwiederholung im Störungsfall funktionieren.
Das Programm kostet 700 Mark netto. Programm und Modulbox zusammen kosten 1250 Mark netto.
Postzugelassen ist die Modembox für IBM-PC, Siemens PC-D, Sperry, Tandon, Victor, Nixdorf-PC.
(hm)Info: Midas Datensysteme, Eschenheimer Anlage 28, 6000 Frankfurt/Main 1, Tel. 0 69/ 5970226;
Ab 15. April 1986: Finchstr. 67, 6000 Frankfurt/Main 60
Riteman verbessert
C. Itoh hat dem Riteman C + mit einen Schönschriftmodus kompletiert. Zusätzlich wird der Riteman F+ jetzt auch in einer IBM-kompatiblen Version ausgeliefert.
Der NLQ-Modus des Riteman C + soll jetzt auch im Commodore-Modus, ebenso auch im Plusmode, einschließlich der 82 Grafiksymbole funktionieren. Im Plusmode bietet der C+ eine kombinierte Grafik-/Textausgabe und versteht die gebräuchlichen Steuercodes des Epson MX-80.
Der C + kann über ein mitgeliefertes Kabel direkt an den VC 20, C 64 und C 128 angeschlossen werden.
(hm)C. Itoh, Roßstr. 96, 4000 Düsseldorf 30, Tel. 0211/45 49 80, Preis Riteman C +: 998 Mark, RitemanF + : 1140 Mark