Im neuen Gehäuse…

Michael Scharfenberger, Chefredakteur<

wird sich der Commodore 64 ab Sommer präsentieren. Er sieht damit dem C 128 zum Verwechseln ähnlich. Wenn man einmal von dem ebenfalls neuen Betriebssystem absieht, hat sich gegenüber dem altbekannten C 64 eigentlich nichts geändert. Also kein Grund für die bisherigen Commodore 64 — Besitzer in Trauer auszubrechen oder zu versuchen, ihren »alten« Commodore 64 hektisch und vielleicht sogar unter Wert zu verkaufen und sich den »Neuen« zuzulegen. Und wer sich für Geos — so heißt das neue Betriebssystem — interessiert, der wird es auch für seinen »alten« C 64 nachkaufen können. Wir versuchen von unserer Seite aus jedenfalls alles, um Geos auch den Besitzern der »alten« Commodore 64 zugänglich machen zu können.

Apropos »alt« und »neu«: In Artikeln, in denen es um die Unterschiede zwischen dem »alten« und dem »neuen« Commodore 64 geht oder in denen wir über den »neuen« Commodore 64 berichten, werden Sie häufig auch die Bezeichnungen »C 64 I« oder »C 64 II« finden. »C 64 I« steht für den »alten« Commodore 64 und »C 64 II« für den »neuen«. Diese Kurz-Begriffe verwenden wir intern in der Redaktion. Sie werden sich sicher auch in Artikeln wiederfinden. Ich möchte jedoch betonen, daß es sich dabei nicht um offizielle Bezeichnungen von Commodore handelt.

Nun zu den Preisen: Der C 64 II soll ungefähr gleich viel kosten wie der »alte« Commodore 64 — soweit zumindest die Vorstellungen von Commodore. Im Preis enthalten ist das oben erwähnte neue Betriebssystem Geos, das vom optischen Erscheinungsbild der Benutzeroberfläche des Atari ST, Macintosh oder Amiga stark ähnelt. Wichtig ist noch für alle Besitzer großer Programmsammlungen: Der C 64 II kann natürlich auch noch mit dem »alten« Betriebssystem arbeiten, bringt dann allerdings nicht die faszinierende Optik von Geos auf den Bildschirm. Um die Möglichkeiten von Geos wirklich voll nutzen zu können, müssen neue Programme geschrieben beziehungsweise die alten umgeschrieben werden. Die besten werden wir selbstverständlich in der 64’er veröffentlichen.

Noch ein Hinweis für alle, die sich für den Amiga interessieren: Er wird billiger. 3995 Mark kostet jetzt ein kompletter Amiga mit Farbmonitor. Dieser »Sonder-Preis« soll laut Commodore vorläufig nur bis Juni gelten.

Michael Scharfenberger, Chefredakteur

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