Computer-Möbel — Kauf oder Selbstbau?

Platz ist in der kleinsten Hütte, heißt es. Doch während Fernseher und Stereoanlage fester Bestandteil der Raumplanung sind, kann es bei der sinnvollen Unterbringung des Computer-Systems Schwierigkeiten geben. Abhilfe schafft vielleicht ein spezieller Computertisch.

Sieht man sich diverse Prospekte und Kataloge für Computerzubehör durch, findet man oft auch einige Angebote für Computermöbel. In der Regel sind es mehr oder weniger elegante Tische aus Holz, Kunststoff und/oder Metall. Auch auf der CeBIT-Messe in Hannover waren einige Anbieter zu sehen. So unterschiedlich diese Möbel im Werkstoff und noch mehr im Design waren, eines haben sie jedoch gemeinsam: Die Preise waren mehr auf den gewerblichen Einsatz gemünzt, das heißt für den schmalen Geldbeutel war kaum etwas dabei. Ein einfaches Computer-Rack, also ein Möbel, in dem die einzelnen Komponenten des Computersystems wie bei einer Stereoanlage übereinander angeordnet sind, war unter 1000 Mark kaum zu haben. Das Angebot reichte bis hin zu komplexen und riesigen Möbelsystemen, für höchste Ansprüche und Vorstandsetagen. Beschränken wir uns aber lieber auf erschwingliche Angebote.

Nur ein Anbieter bot eine preisliche Alternative an.

Als Anregung gedacht

Die Firma Kerkmann aus Bielefeld präsentierte ihr TK-Möbelsystem, das speziell für die Anforderungen eines Computersystems entwickelt wurde. Besonders interessant ist vom Preis her gesehen der »mobile Bildschirmtisch« (345 Mark, Bild 1). Wie der Name schon vermuten läßt, besitzt der Tisch Lenkrollen. Dadurch kann der Computer auch bei Platzmangel schnell in die Ecke gestellt werden. Der »mobile Bildschirmtisch« ist eine stabile Stahlkonstruktion mit Polyesterbeschichtung. Der Clou: Bildschirmplatte und Tastaturträger sind im Raster von 16 mm höhenverstellbar. Dieser Tisch ist erweiterbar um eine Anbauplatte (88 Mark) und einem Schubladenschrank (75 Mark). Mit den Maßen B 560 x T 750 x H 720 für den Tisch und B 400 x T 600 für die Anbauplatte findet ein komplettes C 64- oder C 128-System mit Computer, Monitor, Floppy und Drucker seinen Platz. Wer es noch etwas bequemer haben will, kann zusätzlich zu einem speziellen Druckertisch greifen (Siehe Bild 1, rechts, 296 Mark). Alle drei Böden sind höhenverstellbar, einer davon besitzt eine Papierführung.

Foto eines fahrbaren Computertisches mit Bildschirmplatte und Tastaturträger sowie eines Druckertisches
Bild 1. Ein relativ preiswerter Profi-Computertisch von Kerkmann

Wer aber gerne ein eigenes Möbelstück für seinen Computer haben möchte ohne dafür viel Geld auszugeben, sei das Sprichwort empfohlen »die Axt im Haus erspart den Zimmermann«. Von Selbstbau ist die Rede. Dieser hat einige große Vorteile: Sie selbst bestimmen das Aussehen und den Aufbau, haben Einfluß auf Material und Abmessungen. Voraussetzungen sind lediglich handwerkliches Geschick und etwas Werkzeug. Ein Beispiel für die einfache und platzsparende Konstruktion einer Computer-Konsole schickte unser Leser Eckhard Wohlert. Bild 2 zeigt, wie bis auf den Monitor auf vier Etagen alle Geräte Platz finden. Eine Ebene ist für das Druckerpapier reserviert. Der untere Boden, sozusagen das Parterre, kann durch eine Rollschubführung herausgezogen werden. Je nach verwendetem Material muß man mit etwa ab 70 Mark rechnen.

Foto eines selbstgebauten hölzernen Computer-Regals mit Monitor, Drucker, Floppy und Tastatur
Bild 2. Computer-Konsole im Eigenbau — praktisch und billig
(gk)

Info: T. Kerkmann, Postfach 160 220, 4800 Bielefeld 16, Tel. 05 21/7 60 66-68

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