Neues vom Superscanner

Grafiken mit einem Zeichenprogramm zu malen ist eine Quälerei. Einfacher geht es, wenn man eine handgezeichnete Vorlage oder ein Bild digitalisiert.

In Ausgabe 6/85 haben wir Ihnen den Superscanner von Scanntronik vorgestellt. Der Superscanner ist prinzipiell eine Fotozelle, die einfach auf den Druckkopf eines Druckers aufgesteckt wird, wodurch keine teuere Mechanik mehr nötig ist. Der Superscanner wurde inzwischen von Superscanner 2 abgelöst. Eine völlig neue, komfortable Software zeichnet den Nachfolger aus. Das alte Programm konnte nur die Vorlage digitalisieren und eine Hardcopy davon drucken.

Das neue Programm ist wesentlich leistungsfähiger. Es ist ein leistungsfähiges Malprogramm, das so richtig auf den Scanner zugeschnitten ist. Auch wird am User-Port eine Centronics-Schnittstelle simuliert. Eventuelle »Eigenheiten« von verschiedenen Drucker-Interfaces gehören somit der Vergangenheit an.

Folgende Zeichenfunktionen gibt es nun: Freihändig zeichnen, Farbe, Linien, Kreise und Rechtecke zeichnen, Flächen ausfüllen, Spraydosen-Effekt, Verschieben von Bildbereichen, Punktgitter, Spiegeln, Drehen um 90 auf 180 Grad, Weitwinkel (ganzer Bildbereich auf einen Bildschirm verkleinert), Zoom (vergrößern), Stempel, Text in Grafik einfügen, Schreibrichtung ändern und Zeichensatz ins RAM kopieren etc. Insgesamt stehen 50 Befehle zur Verfügung.

Für den Superscanner 2 wurde auch die Palette von geeigneten Druckern stark erweitert. Den Superscanner 2 gibt es für die Drucker Epson JX, RX-80, FX-80, FX-85, BMC BX-80, BX-100, StarSG 10, Mannesmann Tally MT 80, Synelec M 100 und für den CP80X von Melchers. Hat ein Drucker keine Transportwalze für Einzelblätter, wird einfach eine feste Plastikfolie eingespannt, auf dem die Vorlage befestigt wird.

Wahl zwischen fünf Auslösungen

Beim Scannen kann zwischen fünf Auflösungen gewählt werden:

Punkte/cm Fläche in cm
14 20x28
21 20x19
28 20x15
42 15x10
85 8x5

Soll eine Vorlage später wieder ausgegeben werden, geschieht das grundsätzlich im Format 20x15 cm. Ein Bild, das mit einer Auflösung von 85 Punkten/cm aufgenommen wurde, wird also vergrößert. Umkehrt wird eine 20x28 cm große Vorlage auf 20x15 cm beim Druck verkleinert. Die maximal erzielbare Auflösung liegtbei 640x400 Punkten. Auf dem Bildschirm kann deshalb nur ein Viertel des Gesamtbildes dargestellt werden.

Mit den Cursortasten kann bei der neuen Software der Bildausschnitt in jede beliebige Richtung gescrollt werden. Einen Gesamtüberblick über die Grafik liefert die Weitwinkelfunktion. Die vier Bildschirmseiten werden dabei auf eine einzige Seite verkleinert. Im Schwarzweiß-Modus steht noch ein zusätzlicher Bildspeicher von 320 x 200 Punkten, eine ganze Bildschirmseite, zur Verfügung. Im Multicolor-Modus kann man dafür eine Grafik einfärben.

(hm)

Info: Scanntronik, Parkstr. 38, 8011 Zorneding, Tel. (0 8106) 2 25 70, Preis 398 Mark

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