Superbase (Teil 1)
Nach den Tips zu Vizawrite solten nun Anwenderprobleme mit Superbase 64 besprochen werden. Hier ist die erste Folge.
Bei Superbase handelt es sich um ein Datenbankprogramm mit äußerst vielfältigen Möglichkeiten. Superbase ist derart komplex, daß Wochen intensiver Arbeit notwendig sind, um alle Möglichkeiten zu erkennen. Doch sollte sich niemand dadurch abschrecken lassen, denn durch die perfekt zugeschnittene Menütechnik kann Superbase nach kurzer Vorbereitungszeit als Dateiverwaltungssystem verwendet werden.
Die Vielfältigkeit von Superbase liegt darin, daß der Anwender die Möglichkeit hat, immer wiederkehrende Befehlssequenzen zu einem Programm zusammenzufassen und dadurch letztlich seine Anwendung zu vereinfachen. Er kann sogar eigene Menüs erstellen.
Help — eine gute Hilfe
Zu Beginn der Arbeit mit Superbase empfiehlt es sich, entsprechend der Systemmeldung eine Datendiskette zu erstellen. Durch diesen Vorgang wird die Diskette formatiert und die HELP-Bildschirme sowie das Startprogramm werden auf die Datendiskette kopiert. Im Inhaltsverzeichnis der Diskette — aus dem 2. Menü über MAINTAIN zu erreichen — lassen sich die HELP-Bildschirme an einem vorangestellten »h« erkennen. Alle Programme sind am Ende des Namens an ».p« erkennbar. Dieses »h« darf im HELP-Modus nicht mit eingegeben werden.
Den Inhalt der aufgerufenen Bildschirme kann man durch gleichzeitiges Drücken von »CTRL« und »P« ausdrucken lassen. Unter Umständen bestehen sie aus mehreren Seiten, die nacheinander aufgerufen werden müssen. Jedem Anfänger mit Superbase sei empfohlen, sich diese Hilfen in einer ruhigen Minute durchzulesen.
Datenbank wird eröffnet
Nach dem erneuten Starten von Superbase werden Sie aufgefordert, die Datendiskette einzulegen und dies mit RETURN zu bestätigen. Anschließend läuft das START-Programm an und fragt Sie nach dem Namen der Datenbank. Geben Sie zum Beispiel »personen« ein. Da eine Datenbank solchen Namens noch nicht existiert, wird sie nach erfolgter Bestätigungangelegt. Nunfragt das System nach einer Datei. Hier müssen Sie wieder einen Namen eingeben; zum Beispiel »adressen«. Da diese Datei auch noch nicht besteht, muß sie durch Bestätigung der Abfrage angelegt werden. Auf diese Weise gelangt man automatisch in den FORMAT-Modus.
Nun bekommt die Sache Format
Hier muß das Datensatz-Layout angelegt werden. Dafür stehen dem Anwender bis zu vier Bildschirmseiten zur Verfügung. Doch bevor das Layout erstellt wird, müssen einige wenige Punkte erläutert werden. Im FORMAT-Modus wird, wie bei jedem anderen Dateiverwaltungsprogramm, die Länge der einzelnen Datensatzfelder festgelegt. In der Länge der Felder sind dem Anwender von Superbase kaum Grenzen gesetzt. Er darf die Datensatzlänge von 1108 Zeichen und die Anzahl von 127 Feldern nicht überschreiten.
Damit Sie später auch wissen, was in die einzelnen Felder eingetragen werden soll, bekommen diese einen Namen. Hierbei müssen Sie eines beachten: Superbase rechnet alle Zeichen bis zum nächsten Blank, die vor dem Feld stehen, zum Feldnamen. »1. Stichwort« und »2. Stichwort« dürfen Sie folglich nicht als Feldnamen angeben. Sie haben jetzt zwei Felder mit dem Namen »Stichwort«, obwohl in dem Layout ja etwas anderes steht. Die Zahlen werden als Notizen festgehalten, gehören jedoch nicht zum Feldnamen.
Der Schlüssel zur Datenbank
Jeder Datensatz muß bei Superbase ein Schlüsselfeld erhalten. Es dient dem Programm dazu, die Datensätze in alphabetischer Reihenfolge abzuspeichern. Außerdem wird mit diesem Feld die Position des Datensatzes auf der Diskette festgehalten. Dadurch ist die außerordentlich kurze Zugriffszeit auf einen einzelnen Datensatz über den Schlüssel zu erklären. In unserem Beispiel nehmen wir den Nachnamen als Schlüsselfeld. Schreiben Sie aber bitte zunächst in die zweite Zeile des Layouts ab Spalte 14 »Adressen-Datei«. In Zeile 6 ab Spalte 7 tragen Sie dann »Nachname« ein. Dies ist der erste Feldname, der wie alle Feldnamen nicht länger als zwölf Zeichen sein darf. Anschließend drücken Sie nacheinander F1 und »k«. Mit der CRSR(rechts)-Taste geben Sie jetzt die Länge dieses Schlüsselfeldes ein (hier 18). In der Kopfzeile können Sie dabei übrigens die Länge des Feldes ablesen. Bei 18 drücken Sie RETURN.
Das Textfeld
Zwei Zeilen tiefer, wieder ab Spalte 7, geben Sie den nächsten Feldnamen »Vornamen« und ein Blank ein. Mit F1 und »t« erstellen Sie dann in der oben angegebenen Art und Weise ein Textfeld der Länge 18. Ein weiteres Textfeld mit dem Feldnamen »Strasse« und der Länge 18 folgt zwei Zeilen tiefer.
Das Zahlenfeld
Kommen wir nun zu einem Zahlenfeld. Der Feldname soll »PLZ« lauten. Nach fünfmaligem Betätigen der Space-Taste drücken Sie F1 und »n« (für number). Automatisch springt der Cursor eine Position nach rechts, um Platz für ein Vorzeichen zu machen. Mit der CRSR-Taste geben Sie nun die Anzahl der Stellen vor dem Komma (hier vier) ein. Sie könnten nun nach Eingabe eines »,« bis zu vier weitere Stellen reservieren. Beobachten Sie bei diesem Vorgang die veränderte Anzeige in der Kopfzeile. Für die Postleitzahl benötigen Sie jedoch nur vier Stellen vor dem Komma. Beenden Sie das Zahlenfeld mit RETURN.
Folgende drei Felder von jeweils 18 Zeichen Länge runden unsere Adressendatei ab: »Wohnort«, »Land« und »Notiz«. Das letzte Feld soll in einer späteren Folge dazu dienen, aus der Datei die Adressen herauszusuchen.
Die Umrandung
Gehen Sie nun mit dem Cursor an den Rand des Layouts und geben Sie F1 und »b« (für border) ein. Anschließend können Sie ein Grafiksymbol oder ein anderes Zeichen auswählen und mit Hilfe der CRSR-Tasten einen Rand zeichnen. Der Vorgang wird wieder mit RETURN abgebrochen.
Speichern des Layouts
Das Datensatzlayout kann nun nach einer Kontrolle auf Tippfehler abgespeichert werden. Dazu brauchen Sie lediglich F1 und RUN-STOP einzugeben. Bitte beantworten Sie die Frage nach doppelten Schlüsseln mit nein. Hierzu in der folgenden Ausgabe mehr.
(Gerd Wiechering/cg)Info: Data Becker, Merowinger Str. 30, 4000 Düsseldorf, Tel. (0211) 310010
Görlitz Computerbau, Lambertstr. 49, 5400 Koblenz, Tel. (02 61) 20 44
HDS-Prüftechnik GmbH, Maria-Eich-Str. 1, 8000 München 60, Tel. (0 89) 83 70 21
Reinhard Wiesemann, Winchenbacherstr. 3-5, 5600 Wuppertal, Tel. (02 02) 50 50 77
Rolf Rocke Computer, Auestr. 1, 5090 Leverkusen3, Tel. (02171) 2624
| Allgemeine Daten | |
| Programmname: | Superbase 64 |
| Programmart: | Datenbank |
| Vertrieb: | Data Becker, Merowingerstr. 30, 4000 Düsseldorf, Tel. 02 11/31 00 10 |
| Preis: | 198 Mark |
| Empfohlene Hardware-Ausstattung | |
| Computer: | C 64 oder C 128 |
| Floppy: | 1541 mit Floppy-Speeder (Turbo Access, Speeddos+, Prologic DOS) |
| Monitor: | Farbe Commodore 1702/1902, monochrom BMC BM12EN |
| Drucker: | über 1800 Mark: Fujitsu DX2100 1200 — 1800 Mark: Epson FX-85 800 — 1200 Mark: Star NL10 bis — 800 Mark: Citizen 120D |
| Interfaces für die Star- und Epson-Drucker: | Print-64, 315 Mark Wiesemann-Interface 92000/G, 248 Mark Görlitz-VC-Epson-Interface 8422 mit 2-KByte-Druckerpuffer, 249 Mark PCB IF/128 von HDS Prüftechnik, 250 Mark Wiesemann-Universal-Druckerinterface 92008/G mit 8-KByte-Druckerpuffer, 278 Mark VCI-2/2-Interface von Data Becker, 298 Mark |
| 1. Menü | |
| ENTER | Eingabe eines Datensatzes in ein mit FORMAT erstelltes Layout (Rücksprung: F1 Q) |
| SELECT | Suche nach einem Datensatz und Anzeige auf dem Bildschirm (Rücksprung: RETURN) |
| FIND | Suche nach Datensätzen, die bestimmten Kriterien entsprechen und Speichern ihrer »Schlüssel« in einer Liste für eine spätere Bearbeitung (Rücksprung: F1 Q) |
| OUTPUT | Ausgabe von allen oder bestimmten Datensätzen (oder Teilen davon) über den Bildschirm, den Drucker oder eine Datei (Rücksprung: RETURN) |
| CALC | Berechnungen im aktuellen Datensatz (Rücksprung: RETURN) |
| REPORT | Programmgenerator zur Erstellung eines Berichtsprogramms (Rücksprung: RETURN) |
| EXECUTE | Start des aktuellen Programms |
| HELP | Anzeige von Hilfsbildschirmen (Rücksprung: RETURN); Ausdruck mit CTRL/P |
| Sprung ins 2. Menü mit RETURN | |
| 2. Menü | |
| FILE | Wechseln der aktuellen oder Anlegen einer neuen Datei (Rücksprung: RETURN) |
| FORMAT | Anlegen oder Ändern eines Datensatz-Layouts über bis zu vier Bildschirmseiten (Rücksprung: F1 Q) |
| BATCH | Berechnungen innerhalb der aktuellen Datei unter Verwendung aller oder einzelner Datensätze (Rücksprung: RETURN) |
| SORT | Sortieren der Datensätze nach einem oder mehreren beliebigen Feldern (Rücksprung: RETURN) |
| PROG | Programmerstellung zur Vereinfachung wiederkehrender Abläufe bei eigener Anwendung (Rücksprung: F1 Q) |
| MAINTAIN | bietet weitere Möglichkeiten über ein weiteres Menü (Rücksprung: RETURN) |
| MEMO | Erstellung oder Änderung von Informations- und HELP-Bildschirmen (Rücksprung: RETURN) |
| HELP | siehe 1. Menü |
| Sprung ins 1. Menü mit RETURN | |
| Format-Menü | |
| ← | Widerruf der F1-Taste |
| F1 q | Rücksprung, ohne das neue beziehungsweise das geänderte Datensatz-Layout zu speichern |
| F1 RUN-STOP | Speicherung des Datensatz-Layouts; fragt vorher eventuelle Berechnungen und Konstanten ab |
| F1 CLR | löscht das Layout |
| F1 k | Schlüsselfeld mit CRSR(links/rechts)-Taste erstellen (maximal 30 Zeichen lang) |
| RETURN | bezeichnet das Ende eines Feldes |
| F1 t | Textfeld erstellen (maximal 255) |
| SHIFT/ RETURN | Ende eines erzwungenen Feldes. Es können nur Datensätze gespeichert werden, die eine Eintragung in diesem Feld erhalten. |
| F1 d | Datenfeld (Datumfeld) erstellen, sieben Zeichen für zum Beispiel 20Apr86; nach einer Erweiterung durch INST auf 11 Zeichen wird der errechnete Wochentag im Feld mit angezeigt. |
| F1 n | Zahlenfeld erstellen; Vorkommastelle (maximal 9) mit CRSR(rechts), »Komma« und Nachkommastellen (maximal 4) angeben. |
| F1 c | Konstantenfeld erstellen (maximal 30); gleiche Konstante für alle Datensätze einer Datei. |
| F1 C | Kalenderfeld erstellen; errechnetes Datenfeld. |
| F1 r | Resultatenfeld erstellen; Eintragung wird aus anderen Feldern nach einer frei definierbaren Formel (siehe F1 RUN-STOP) errechnet. |
| F1 + | nächsten Bildschirm anzeigen (0 bis 3) |
| F1 - | vorherigen Bildschirm anzeigen |
| F1 s | Invertieren des Bildschirms |
| F1 z | inverse Schrift ein- beziehungsweise ausschalten |
| F1 e | Löschen der Zeile, Leerzeile bleibt bestehen. Löschen des Feldes, auf dessen Markierung der Cursor steht. |
| F1 DEL | Löschen der Zeile; nachfolgende Zeilen rücken auf |
| F1 INST | Einfügen einer Zeile; nachfolgender Text rückt nach unten. |
| F1 b | Zeichen auswählen und Rand mit CRSR-Tasten zeichnen; mit RETURN abbrechen. |
| CTRL-1 | Zeichenfarbe bei gedrückter CTRL-Taste durch erneutes Drücken der Zahlentaste ändern |
| CTRL-2 | Bildschirmfarbe ändern |
| CTRL-3 | Rahmenfarbe ändern |
| CTRL-p | Ausdruck des Bildschirms |