Es geht besser, als Sie denken

Die Datenfernübertragung gilt vielen noch als Mischung zwischen mühseliger Bastelei und teurem Luxus. Dabei schielen die einen zu sehr auf die Systeme aus der kommerziellen (Groß)EDV, die anderen zu sehr auf die übertriebenen Versprechungen vieler Anbieter. Dabei läßt sich Datenfernübertragung schon mit dem C 64 und durchaus bescheidenen Zusatzinvestitionen heute sicherer und besser realisieren als das selbst manche Kenner der Materie vermuten: Man muß sich nur die richtigen Produkte aussuchen. Wir zeigen Ihnen in diesem Heft ausführlich, welche Produkte gut funktionieren. Der C 64 ist aber auch für kommerzielle Anwendungen durchaus ernst zu nehmen: Der Düsseldorfer Patentanwalt Helge B. Cohausz empfiehlt beispielsweise diesen Computer Firmen, um vor und während Entwicklungsarbeiten in Datenbanken zu recherchieren und festzustellen, was bisher schon andere veröffentlicht oder gar zum Patent angemeldet haben. Er nutzt den C 64 auch selbst für Datenbankrecherchen. Um sich die Abfragearbeit zu erleichtern, benutzt er nicht nur einen Telefonwählautomaten — er hat sich die Funktionstasten auch so programmiert, daß das Anwählen und Einsteigen in die Datenbank mit einem Minimum an Tastendrücken erledigt ist. Cohausz: »Ich empfehle den C 64, weil ich zeigen will, daß es auch billig geht. Es wird viel zu wenig recherchiert, bevor man sich an die Realisierung einer Idee macht. Ich will von vornherein dem Argument begegnen, das sei doch alles viel zu teuer.« Das Beispiel ist nicht nur deswegen interessant, weil die Lösung funktioniert — sondern weil in der Kanzlei auch noch ein ziemlich großer Mehrplatz-Computer steht, den man ja auch benutzen könnte, wenn der kleine nicht befriedigend funktionieren würde.
Michael Pauly, Redaktionsdirektor