Bitte melden!!!
Eine wichtige Mitteilung an alle Elite-Gewinner aus Ausgabe 12/85! Auf dem Postweg sind die Adressen der Elite-Gewinner verlorengegangen. Deswegen konnten die Gewinne bis heute nicht zugestellt werden. Wenn Sie sich unter den Gewinnern wiedergefunden haben und noch auf ihren Preis warten, bitten wir Sie, sich unter der Telefonnummer 089/4613-215 zu melden und uns ihre Adresse durchzugeben. Das Programm wird ihnen dann sofort zugestellt.
(bs)Kurz getestet: Neuer Merlin EPROM- Brenner
Mit dem überarbeiteten PP64-EPROM-Brenner ist Merlin Elektronik wieder ein guter Wurf gelungen. Der neue PP64 läßt eigentlich keine Wünsche mehr offen. Es sollen alle bekannten EPROM-Typen gebrannt werden: 2516-2532, 2716-27512, 2758, 68764, 68766, 48016, 5133, 5143, EEPROMs: X2804A, X2816A, X2864A, X28C64, X28256A, X28C256, 2815,2816, 58064, 5213, 52B13. In unserem Kurztest zeigte sich der X2864A als ein sehr gutes Mittel zum Ausprobieren von EPROM-Software. Denn dieses EEPROM muß vor einem neuen Beschreiben nicht mehr gelöscht werden, was unwahrscheinlich viel Zeit spart. Die Speicherzellen können einfach überschrieben werden. Außerdem ist die Lebensdauer dieses EEPROMs wesentlich höher als die eines normalen 2764-EPROMs, das nach etwa 5maligen Löschen und Neubrennen nicht mehr verwendbar ist.
Der PP64 wird am User-Port des C 64 angeschlossen. Gegenüber dem Vorgängermodell wurde die Art der Stromversorgung verbessert. Dadurch können jetzt auch Texas-EPROMs gebrannt werden. Die Brenner-Software wird als Steckmodul für den Expansion-Port geliefert. Nach Einschalten des C 64 hat man die Wahl zwischen Menüführung oder einem EPROM-Basic. Mit dem EPROM-Basic kann man beispielweise mit SAVE- und LOAD-Befehlen Basic-Programme auf EPROM speichern und von dort auch laden. Beispiel: SAVE"TEST:23", 16 speichert ein Basic-Programm unter dem Namen »TEST« auf dem schon erwähnten EEPROM. Auch die Befehle OPEN, GET#, INPUT#, PRINT#, CMD und CLOSE können auf den EPROM-Brenner bezogen werden. Mit $23 kann sogar das Inhaltsverzeichnis eines EPROMs mit verschiedenen Basic-Programmen abgerufen werden.
Die Software die zum PP64 geliefert wird, bietet eigentlich alles was man braucht: Monitor (mit Zeichensatz-Editor, Hoch- und Tief-Scrollen), Diskverzeichnis, Blankcheck, Modulgenerator für Basic- und Maschinenprogramme, Programme von Diskette laden und auf Diskette speichern, Diskkommandos und Verify zwischen EPROM und C 64-Speicher.
Zusammen mit dem 4fach-Modulsteckplatz und den 2fach-Modulkarten wird der PP64 zu einem kompletten EPROM-System. Die Modulkarten haben je zwei EPROM-Sockel, die über einen Schalter selektiert werden können. Es können 2764, 27128 und 27256-Typen und Pinkompatible verwendet werden. Durch den Modulgenerator und die 4fach-Modulkarte kann sogar der Inhalt eines 32-KByte-EPROMs ganz einfach geladen werden. Über DIP-Schalter wird die Modulkarte auf den verwendeten EPROM eingestellt. Der 4fach-Modulsteckplatz kann vier solche Modulkarten aufnehmen. Über ein Menü kann dann die gewünschte Modulkarte ausgewählt werden. Es wird angezeigt, welcher Modultyp (Größe und Art des Progamms und eventuell dessen Name) sich in welchem Steckplatz befindet (Kernel, Autostart etc.)
(hm)Info: Merlin Data Elektronik, Kay-Römer-Feld 12, 8261 Tittmoning, Tel.: 0 86 83/9 33 Preise: PP64 298 Mark, Modulkarte 69,80 Mark, 4fach-Steckplatz 169,80 Mark

Joyball kurz
Er sieht etwas anders aus als ein Joystick: der Joyball. Man möchte ihn im Aussehen fast schon mit einem Trackball vergleichen. Doch die runde Handauflage ist eine Halbkugel; die Impulse werden durch eine Nickbewegung ausgelöst. Zu diesem Zweck ist die Halbkugel auf eine starke Feder aufgeschraubt. Bei der Bewegung drückt die Halbkugel mit dem Rand auf freiliegende Mikro-Schalter. Ähnlich konstruiert sind die zwei Feuertasten. Da Mikroschalter nahezu verschleißfrei arbeiten, ist die Wahrscheinlichkeit, daß jemals Kontaktprobleme auftreten, fast »Null«. Auf die beiden großen Feuertasten kann man bei manchen Spielen (zum Beispiel Speerwurf bei Summer Games II) so richtig »einhämmern«. Wird eine Hand zur Steuerung gebraucht, hilft das automatische Dauerfeuer.
Mit einem Schalter kann der Joyball auf Rechts- und Linkshänder eingestellt werden. So können die Feuerknöpfe entweder auf der rechten oder auf der linken Seite stehen.
Insgesamt macht der Joyball einen sehr stabilen Eindruck. Einziger Nachteil ist, daß die Halbkugel recht schwergängig und gewöhnungsbedürftig ist. Nach längerem Spielen ermüdet die steuernde Hand. Kommen dann noch feuchte Hände dazu, ist eine Pause unvermeidbar. Für einen Preis von 59 Mark lohnt sich die Überlegung, ihn anzuschaffen.
(og)Info: Bernd Jöllenbeck GmbH, Postfach, 2370 Weertzen

Schulungs-Roboter
Für viele Lehrinstitute wie Volkshochschulen, Berufsschulen und Akademien für Umschulung und Weiterbildung ist es in den meisten Fällen verwehrt, ihre Schüler direkt mit Robotern in Berührung zu bringen. Bisher waren Werksbesichtigungen die einzige Möglichkeit, dieses Thema Interessierten näher zu bringen. Die Firma P&P Elektronik bietet deshalb einen Schulungsroboter (ROB 2) mit fünf beweglichen Achsen und Greifer an. Die eingebaute Steuerelektronik soll es erlauben, den Roboter im Teach-in-Verfahren oder über selbst geschriebene Programme zu bewegen. Als Anzeige-, Eingabe- und Speichermedium sollen Heim- oder Personalcomputer geeignet sein. Der Anbieter sieht einen Verwendungszweck des ROB 2 auch in der Schaufensterwerbung. Der Preis für den Roboter soll unter 3000 Mark brutto betragen.
(hm)Info: P&P Elektronik GmbH, Herrenmühlstr. 19, 6990 Bad Mergentheim, Tel.: 09127/1513
Neue Anschrift
Die Sanyo Vertriebs GmbH hat ab Januar 1986 eine neue Anschrift:
Sanyo Video Vertrieb Kornkamp 4 2070 Ahrensburg Tel. 04102/4901-0 Telex 2198975 svce. (hm)
Brandneue Grafik-Adventures
Telarium (»Amazon«, »Fahrenheit 451«) hat jetzt zwei weitere Spiele auf den Markt gebracht, die schon seit längerem angekündigt waren. Beide sind im Prinzip Adventures, bieten aber viele simulationsartige Elemente.
»Nine Princes in Amber« basiert auf dem Amber-Roman-Zyklus des amerikanischen Science-Fiction- und Fantasy-Schriftstellers Roger Zelazny. Die Handlung spielt sich in Amber, einem mittelalterlichen Königreich ab. 9 Prinzen und 4 Prinzessinnen streiten um die Thronfolge. Der Spieler hat die Rolle des rechtschaffenen Corwin, der sich gegen seine teilweise bös’ gesinnten Geschwister durchsetzen muß. Daß er das nicht allein schaffen kann, ist klar. Es müssen also Bündnisse geschlossen werden. Bei manchen Streitereien helfen nur noch »schlagende Argumente« in Form eines Fechtkampfs. »Nine Princes in Amber« hat laut Herstellerangabe über 40 verschiedene Endungen und über eine Million Lösungswege.
»Perry Mason — The Case of the Mandarin Murder« ist der erste Vorstoß von Telarium ins »Mystery«-Genre der Kriminalgeschichte. Hier darf der Spieler in die Rolle des von Erle Stanley Gardner geschaffenen Anwalts schlüpfen, um dort einen sehr verzwickten Mordfall zu lösen. Dabei ist die Indiziensuche nur ein kleiner Teil des Adventures — der Fall ist nur vor Gericht zu gewinnen. Oberstes Ziel ist der Freispruch Ihrer Klientin; sollten Sie nebenbei auch noch den echten Mörder finden, haben Sie Ihren Ruf als bester Anwalt wieder mal bestärkt.
Die Gerichtsverhandlung wurde perfekt nachempfunden: Vom einfachen Zeugenverhör und der Einbringung von Beweisstücken bis hin zum Einspruch und dem privaten Gespräch mit dem Richter kann man alles machen, was ein echter Anwalt auch unternehmen könnte. Wichtig ist, das man die zwölf Geschworenen überzeugt und ihnen genügend Beachtung schenkt.
Beide Programme werden mit englischer Dokumentation ausgeliefert und umfassen jeweils vier Diskettenseiten.
(bs)Info: Funtastic, Tannhäuserplatz 22, 8000 München 81, Preis: je Spiel etwa 60 Mark
Activision macht in Amiga
Activision stellte die ersten beiden Amiga-Programme vor. Es handelt sich um Umsetzungen der beiden C 64-Spiele »Hacker« und »Mindshadow«. Beide können durch fantastische Grafik und Sound-Effekte überzeugen, nutzen den Amiga aber immer noch nicht voll aus. Beim Adventure »Mindshadow« wurde übrigens neben der normalen Worteingabe auch eine Eingabe per Maus und Auswahlmenü realisiert. Wie der Amiga sind auch die Programme noch nicht lieferbar, sollen aber zu dessen Einführung in Deutschland erhältlich sein.
(bs)Info: Activison Deutschland GmbH, Postfach 76 06 80, 2000 Hamburg 76
Platzsparende Diskettenbox
Mit dem Misco Roll Top sollen sich Disketten übersichtlich und platzsparend aufbewahren lassen, denn es gibt keinen Deckel zum Abnehmen oder Aufklappen. Die Box wird durch einen Rolladen verschlossen. Die Box soll für 120 5¼-Zoll-Disketten ausreichen. Misco verspricht, daß die Lieferung spätestens 24 Stunden nach Auftragseingang erfolgen soll. Die Misco-Box gibt es auch abschließbar. Für 5¼-Zoll-Disketten kostet die Box ab 129 Mark (netto, ohne MwSt.)
(hm)Info: Misco, EDV-Zubehör GmbH, Nordendstr. 72-74, 6082 Mörfelden-Walldorf, Tel.: 06105/4010

Riteman II — gut im Bild
Wer sich in der letzten Ausgabe darüber gewundert hat, daß wir im Riteman II- (Bild) Druckertest einen kleinen, kompakten Drucker beschrieben, aber einen Riesen abgebildet haben, tat dies nicht ganz zu Unrecht. Beim Zusammenstellen der Ausgabe hatte sich ein Messefoto des DX 2100 in den Testbericht eingeschlichen. Obwohl der DX 2100 sicher ein würdiger Vertreter war, ist der Riteman II mit Sicherheit eine Druckerpersönlichkeit, die zu Recht ihr eigenes Foto beansprucht. Deshalb hier der Riteman II in voller Pracht — ein Schmuckstück mit inneren Qualitäten.
(aw)
Ein neuer Star
Für den C 64 oder C 128 besonders interessant scheint der neue Star NL-10 Drucker zu sein. Beim NL-10 wurde erstmalig bei Star das Konzept der Schnittstellenmodule vorgestellt. Die Schnittstellenlogik des Druckers steckt in den Einschubmodulen. Sie sollen dafür sorgen, daß der Drucker, je nach Schnittstellen-Modul, entweder mit einer Commodore (MPS 803 Emulation) oder einer Centronics (Epson Emulation) Logik ausgestattet ist. Das Commodore-Modul soll allerdings einen ASCII-Modus besitzen, der es ermöglicht, verschiedene Textsysteme einzusetzen ohne dabei auf die deutschen Umlaute verzichten zu müssen. Ebenfalls neu ist das umfangreiche Bedienungsfeld, über das alle wichtigen Funktionen des Druckers kontrollierbar sein sollen. Der NL-10 ist ein 9-Nadel-Drucker, der in der Normalschrift 120 Zeichen pro Sekunde schaffen soll. Neu für einen Drucker der 1000-Mark-Preisklasse ist auch die selbstdefinierbare NLQ-Schönschrift von 96 Zeichen. Der NL-10 wird voraussichtlich ab Frühjahr 1986 erhältlich sein.
(aw)Info: Star Micronics Deutschland Frankfurter Allee 1-3, D-6236 Eschborn/Ts Tel.: 0 61 96/701 80
Hofacker billiger
Der Preis des Assembler Macrofire von Hofacker ist gesunken: von 79 auf 49 Mark. Macrofire, das ist ein Assembler, eine Anleitung und das Buch »Programmieren in Maschinensprache mit dem C-64«, das ebenfalls aus dem Hofacker Verlag stammt.
Auch die Textverarbeitung Blitztext wurde billiger. Inzwischen gibt es Blitztext für 49 Mark.
(hm)Info: Hofacker Verlag, Tegernseer Str. 18, 8150 Holzkirchen, Tel.: 0 80 24/73 31
Schlagzeug mit Editor
Das bekannte elektronische Schlagzeug Digital-Drums für den C 64 gibt es in der Grundversion (Steuerplatine + Basic-Erweiterung) ab sofort komplett mit dem Rhythmus-Editor. Mit Hilfe dieses »Drum-Masters« kann man höchst einfach zum Beispiel eine Schlagzeugbegleitung erstellen. Die einzelnen Schlagzeuginstrumente werden dabei übersichtlich auf den Bildschirm dargestellt. Mitgeliefert werden auch einige fertig zusammengestellte Rhythmen, vom Walzer bis hin zum Discosound.
Weiterhin sind jetzt auch Kontaktmikrofone zur Ansteuerung der Pad-Platine zum Stückpreis von 10 Mark lieferbar. Sie werden einfach außen an einem Schlagzeug befestigt und erlauben somit, mit einem Schlagzeug den Rhythmus und mit dem C 64 den entsprechenden Sound zu erzeugen.
Heißer Tip: In Entwicklung ist auch ein Sound-Sampler für unter 20 Mark. Damit lassen sich über ein Mikrofon Stimmen und Geräusche aufnehmen und verzerren. Der Disco-Hit »19« oder die Maxi-Single von »Rock me Amadeus« wurden zum Beispiel mit einem Sampler aufgenommen.
(tr)Info: Helmut Adler, Computer Software, Schlägel-und-Eisen-Straße 9, 4352 Herten, Tel.: 0 23 66/5 58 91
Hardcopy vom Modul
Super Pic 764 color heißt ein neues Modul, das universelle Hardcopy-Fähigkeiten haben soll. Zusammen mit dem Farbdrucker Seikosha GP 700 VC/A sollen von jedem beliebigen Bildschirm, auch aus professionellen Spielen heraus, Bildschirmkopien möglich sein. Dabei sollen sogar die Sprites widergegeben und verschiedene Formate eingestellt werden können. Unter dem Namen Superpic Universal gibt es auch eine Schwarzweiß-Version, die mit einer Vielzahl von Druckern unter Verwendung von Graustufen (Sieben- oder Acht-Punkt Grafik) zusammenarbeitensoll. Das Modul, das sehr komfortabel zu bedienen ist, kostet um die 150 Mark.
Info: Rushware, An der Gümpgesbrücke 24, 4044 Kaarst 2, Tel.: 0 2101/6 84 99

Mit Heimcomputer Steuern sparen
Eine gewisse Klarheit hat eine Verfügung der Oberfinanzdirektion Köln vom 26.7.85 (§ 2354/ 27/St 121) bei der steuerlichen Behandlung der Aufwendungen für Heimcomputer als Werbungskosten gebracht. Für alle, die sich 1985 einen Heim- oder Personal Computer gekauft haben, besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, die Aufwendungen als Werbungskosten abzusetzen. Der Steuerpflichtige muß nachweisen, daß er den Computer überwiegend für berufliche Zwecke erworben hat oder ihn dazu einsetzt. Die wichtigsten Informationen hat die SKG Bank Saarbrücken in einem Sonderdruck zusammengefaßt, der kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
(aa)Info: SKG Bank, Postfach 321, 6600 Saarbücken, Tel. (06 81)30 3010
Künstliche Intelligenz für den C 64
Prolog ist eine Programmiersprache, die an Universitäten und in Forschungsinstituten der Industrie für Programmentwicklungen der Künstlichen Intelligenz (KI) verwendet wird. Prolog 64 ist eine spezielle Prolog-Implementation für den C 64, mit speziellen C 64-Befehlen für Grafik und Tonerzeugung. Mit Prolog 64 haben interessierte C64-Benutzer die Möglichkeit, Kl-Programmierung kennenzulernen. Das deutsche Handbuch stellt alles, was zum Arbeiten mit Prolog 64 wesentlich ist, sehr gut verständlich dar. Der Prolog-Interpreter für den C 64 kostet mit deutschem Handbuch 289 Mark.
(cg)Info: Brianware GmbH, Kirchgasse 24, 6200 Wiesbaden, Tel. (06121)372011
Comal-80-Modul, Comalzeitschrift, Comalversionen
Zur Unterstützung von Comal-Benutzern gibt die Firma Belz eine Comalzeitschrift heraus und unterhält eine Mailbox. Die Firma vertreibt alle vorhandenen Comal-Versionen.
Das Comal-80 Modul ist inkl. englischem Handbuch zum Preis von 198 Mark erhältlich. Die Diskettenversion 0.14 für den C 64 wird zum Selbstkostenpreis von 15 Mark vertrieben. Diese Version enthält noch deutsche Fehlermeldungen, die nicht erst geladen werden müssen.
(cg)Info: Firma D. Belz, 2270 Utersum/För, Tel. (0 46 83)-500
Computer Camp auf der CeBIT
Jugendliche sind auf der CeBIT 86 vom 12. bis 19. März in Hannover zum Mitmachen aufgefordert. Neben Fachvorträgen, Diskussionsrunden, Hobby-Börse gibt es Jugendwettbewerbe. Folgende Wettbewerbe sind geplant: Plakate (Computer Camp), Karikaturen (Mensch und Technik), Fotos (Mensch und Maschine), Theatersketche (selbstgewählte Themen rund um den Computer), Musikaufführungen und Songs. Die eingesandten Entwürfe, Skripten oder Tonbänder werden unter Ausschluß des Rechtsweges prämiert. Als 1. Preis werden in jedem Wettbewerb 300 Mark ausgesetzt. Die Preisträger werden eingeladen, vor allem um Sketche und Musikstücke in der Zeltstadt aufzuführen. Alle Einsendungen gehen an Gesellschaft für System- und Software-Technologie mbH, Herrn Dr. Rolf Berger, An der Kapelle 2, 4790 Paderborn — Schloß Neuhaus, Tel. 0 52 54/40 09. Einsendeschluß ist der 31. Januar 1986.
(aa)(Fast) alles rund um die Commodore-Computer
Ein Software-Club für alle, die Computer zum Lehren und Lernen einsetzen (wollen), ist »SPACE«. Die Club-Zeitschrift bietet Hard- und Software-News, Tips und Tricks, Buch- und Produktbesprechungen für Commodore-Computer und IBM-Kompatible. Die Club-Bibliothek ist international und umfaßt Programme für den Schulbereich (CBM, C64 und andere). Jeder computerbegeisterte Lehrer ist als Mitglied willkommen.
(cg)Info: c/o Gernot Schöler, Im Hof 7, 5276 Wiehl, Tel. (02262)-92008
Lern- und Trainingsprogramme für den C64/128
Algebra für die Klassen 7 bis 11 — die vier Lernprogramm-Disketten zu je 49,80 Mark (unverbindliche Preisempfehlung) bieten eine Alternative zu Lehrbuch und Nachhilfestunde. Der Lernstoff entspricht den Richtlinien der Bundesländer.
(cg)Info: SYBEX-Verlag GmbH, Postfach 30 09 61, 4000 Düsseldorf, Tel. (0211)-62 64 41
Kuriositätenecke
Keine Cartoon-Serie nimmt den gesamten Computerbusiness (inklusive Freaks, Spieler, Geschäftsleute etc.) so gut auf den Arm, wie »The Hackers« das tut. »Die Hacker« erscheinen wöchentlich in Englands renommiertem Wochenmagazin »Popular Computing Weekly«. Da wird zum Beispiel für einen portablen Computer mit den Worten »The ’biggest’ portable micro in the world« geworben, der letzte Wunsch eines Programmierers wird erfüllt (»Zerstreut meine Asche über den Harddisks«) oder ein Treffen der Schreiber von Computerdokumentation wird veranstaltet — wobei allerdings schon mit dem Veranstaltungsprogramm die Schwierigkeiten im Entziffern beginnen, eben genau wie bei den Hardwaredokumentationen: Wann oder was ist »first meeting«, »welcoming adress«, »opeing session«, »first session«, »opening adress«, …
Schon alleine die Cartoons sind die 3,50 Mark wöchentlich wert, die man im Bahnhofsbuchhandel dafür ausgeben muß.
Rußland rüstet seine Schulen mit Computern aus. Die englischen Computerhersteller sind jedoch bitter enttäuscht: Die UDSSR zeigte sich erst an den britischen Geräten interessiert, kaufte dann jedoch 10000 MSX-Computer aus Japan.
Die Autoren des Spiels »Chipwits« gaben in einem Interview zu, das Spiel nur geschrieben zu haben, weil sie Millionäre werden wollten. »Wir schreiben einfach ein 'Megahit'-Computerspiel und werden sofort Millionäre. Das ist doch das, was heutzutage jeder macht!«, meinte Mike Johnston.
Brother, die Druckerfirma, hat sich einen neuen Werbegag einfallen lassen. Die Idee dabei ist »Riech-Fernsehen«. Das heißt, sobald im englischen Fernsehen (vorerst nur in Granada als Test) ein Brother-Werbespot kommt, rennt man zur Zeitung, holt die darin liegende Beilage heraus und reibt daran. Da riecht man dann Rindersteak, Brot oder auch Druckerfarbbänder. Eigentlich wäre das eine gute Idee für Computerspiele.
Eine britische Zeitschrift macht sich kürzlich Gedanken über die Bestrafung von Computern, die Fehler machen. Das geht dann, etwas verkürzt, ungefähr so: Die Bestrafung muß der Freveltat angepaßt sein; das heißt, daß kleine Fehler im Betriebssystem nicht gleich zur Todesstrafe (Stecker raus) führen müssen. Beispiele: Die Computer, die fast jedesmal Schwierigkeiten beim Start des Space-Shuttle verursachen, sollten etwa 1 Jahr lang weniger interessante Aufgaben bekommen, wie etwa Buchung von Lufthansa-Flügen. Die Computer der britischen Marine, die während der Falkland-Krise entschieden, daß die Exocet-Raketen freundlich waren, weil sie französischen Fabrikats waren, müßten dann entsprechend einen Service im Sprachlabor verrichten. Für schwere Fälle müssen dann schlimmere Strafen wie zum Beispiel Arbeitsdienst im Zuchthaus oder sogenannte »full sensory deprivation techniques« (Stromzufuhr weg) angewendet werden.
In einem Leserbrief an die englische Zeitschrift Commodore Horizons« schreibt jemand aus Polen, er habe einen »Commodore 65« mit Floppy und Drucker, jedoch keine Software. Kommentar der Redaktion von Horizons: »Ein Commodore 65??? Was wissen die Polen und sagen es uns nicht?«
Kurios ist auch das Verhalten der Briten gegenüber dem Amiga. In »Popular Computing Weekly« wird geschrieben, daß der Amiga wenig Chancen auf dem Heimcomputermarkt hat, weil er ein eingebautes Disklaufwerk besitzt. Computer hätten auf dem britischen Heimcomputermarkt nur eine Chance, wenn sie kein eingebautes Laufwerk, aber einen Kassetten-Anschluß besäßen, schreibt Andrew Pennell. Tradition gilt den Briten eben mehr als Fortschritt.
Es gehen Gerüchte um, daß Jeff Minter, in England ein bekannter Programmierer, tatsächlich im Oktober beim Friseur war! (Macht er sonst nie. Er wird nicht umsonst »Yak the Hairy« genannt!)
(Manfred Kohlen/hm)